Bürgermeisterkandidatin Sigrid Beer: Heinz Paus verweigert Eltern und Kinder die dritte Gesamtschule

Im Wahlprogramm drückt sich die CDU Paderborn um das Thema dritte Gesamtschule herum und der amtierende Bürgermeister stellt sich nicht etwa den Eltern, die für ihre Kinder schon lange mehr Gesamtschulplätze fordern. Auf dem Tag des Handwerks, so kann man einer kleinen Pressenotiz entnehmen, verkündet Heinz Paus sein Nein zur dritten Gesamtschule.

Er weigert sich, seine Hausaufgaben zu machen. Schließlich sind der deutliche Elternwille und der Bedarf für eine mindestens vierzügige dritte Gesamtschule durch die Anmeldeüberhänge längst dokumentiert. Darüber hinaus dürfte es noch eine große Dunkelziffer geben, denn viele Eltern fürchten von vorne herein abgelehnt zu werden und melden deshalb gar nicht erst an.

Die Eltern aus dem Kreisgebiet haben einen Rechtsanspruch zur gleichberechtigten Anmeldung, da der Kreis keine eigene Gesamtschule vorhält. In großer Selbstverständlichkeit hält Paderborn Gymnasialschulplätze für Kinder Kreisgemeinden vor. Deshalb ist es nicht richtig, die Kreisanmeldungen in Planungen nicht mitzurechnen. Es gehört zu den Hausaufgaben eines Bürgermeisters sich mit den Nachbargemeinden über die Schulentwicklung zu verständigen. Das hätte Heinz Paus längst in Sachen Gesamtschule tun müssen. Eine Bedarfserhebung ist überfällig und sollte unverzüglich erfolgen, damit die Planungen für eine dritte Gesamtschule zum Schuljahresbeginn 2010/2011 zielorientiert erfolgen können.

Dafür agiert Paus lieber als verlängerter Arm der Gesamtschulblockierer im NRW-Schulministerium.

Eltern wollen, dass die Schullaufbahnen ihrer Kinder länger offen gehalten werden. sie wollen kein Sortieren der Kinder in Schulformschubladen im Alter von neun Jahren, sie wollen, dass sich individuell entscheidet, ob das Abitur in 12 oder 13 Jahren absolviert wird und sagen deshalb Nein zur Zwangsschulzeitverkürzung in der Sekundarstufe I am Gymnasium. Eltern wollen auch, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen können, deshalb sollte mit der neuen Gesamtschule auch die Zahl der Plätze im gemeinsamen Unterricht erhöht werden.

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