Schulrechtliche Knoten durchschlagen

Bezüglich der Weiterführung der Dörenhagener Grundschule erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

 

„Schon bei Verabschiedung des Schulgesetzes durch die schwarz-gelbe Landesregierung haben wir die Teilstandortregelung für Grundschulen kritisiert.  Sie ist lebensfremd und nicht zukunftsfähig. Es kann nicht sein, dass Gemeinschaftsgrundschulen zu Bekenntnisschulen werden müssen, um ihren Bestand zu sichern. Die schulrechtliche Blockade muss aufgelöst werden.

Die Grüne Landtagsfraktion setzt sich dafür ein, dass nach dem Motto „Kurze Wege für kurze Beine“ auch einzügige Grundschulen, gerade mit einem besonderen pädagogischen Konzept, bestehen bleiben dürfen. Wie auch jüngst in Leiberg diskutiert, ist die Grundschule am Ort ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde und die Eltern.

In Dörenhagen darf die gute Arbeit des Kollegiums auf keinen Fall verpuffen. Ich begrüße das besondere pädagogische Profil durch das Montessori-Konzept. Eine Weiterführung muss gewährleistet werden, auch ohne den Zwang, zur Bekenntnisschule werden zu müssen. Der Handlungsdruck hört nicht bei den Grundschulen auf. Die Kommunen brauchen dringend die Gestaltungsoption in der Sekundarstufe I, um Bildungsgänge zusammenführen zu können, damit Schulstandorte gesichert werden. Auch in Stadt und Kreis Paderborn haben die Hauptschulen keine Zukunft, wollen die Eltern vor allen Dingen Schulformen, die auch eine Abitur-Option bieten. Der Run auf die Gesamtschulen lässt nicht nach, weil sie die Schullaufbahn so lange wie möglich offen hält. Die Nachfrage reicht weit über die Stadt Paderborn hinaus.

Mit dem 9.5.10 werden neue Weichenstellungen in der Schulpolitik möglich.“

Verwandte Artikel