Energetische Sanierung im Kreis Paderborn

Klimabonus bei Unterkunftskosten

Auf Antrag der grünen Kreistagsfraktion im Sozial- und Gesundheitsausschuss hat der Kreis Paderborn einen „Klimabonus“ bei den Unterkunftskosten für Bedarfsgemeinschaften eingeführt: die Bemessungsgrundlage für die Kosten der Unterkunft wurde erhöht, wenn eine energetische Gebäudesanierung vorliegt, bzw. der Energieausweis für Wohngebäude einen entsprechenden energetischen Standard nachweist.

„Damit wird ein weiterer Beitrag zum kommunalen Klimaschutz geleistet. Den Bedarfsgemeinschaften steht ein hochwertigeres Wohnungsangebot zur Verfügung, und für den Kreis Paderborn entstehen keine höheren Kosten, im Gegenteil, er spart dabei noch“, freut sich Jörg Schlüter, grünes Mitglied im Sozialausschuss des Kreises.

Der Antrag der grünen Kreistagsfraktion aus dem Januar dieses Jahres forderte die Verwaltung auf, kreative Vorschläge zur Senkung der Heizkosten der Bedarfsgemeinschaften zu erarbeiten. Diese Kosten nämlich übernimmt der Kreis. In der Sitzung wiesen die Grünen auch noch einmal auf die Vorgehensweise in der Stadt Bielefeld hin, in der die Idee des Klimabonus bereits seit Jahren praktiziert wird. Auch hier im Übrigen auf grüne Initiative hin.

Die Maßnahme

Da Wohnraum mit einem hohen energetischen Standard in der Regel für Leistungsbezieher nach dem SGB II und SGB XII aufgrund der höheren Mieten nicht zur Verfügung stehen, besteht auch für den Kreis bisher keine Möglichkeit das erhebliche Einsparpotential bei den Heizkosten zu nutzen.

Ab Juni 2010 ändert sich das nun: Teile der über den Energieausweis nachgewiesenen Heizkostenersparnis können nun auf die regulären Angemessenheitswerte für die Kosten der Unterkunft aufgeschlagen werden.

Nähere Informationen erhalten betroffene Mieter und Wohnungseigentümer sowohl beim Kreis als auch bei der Paderborner ARGE.

„Dies ist nicht nur eine gute Nachricht für die betreffende Personengruppe, den Kreishaushalt und das Klima, sondern auch für Vermieter und Handwerker. Denn so wird ein zusätzlicher Anreiz zur energetischen Gebäudesanierung geschaffen“, so Schlüter abschließend.

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