Grüne fordern Regionalkonferenz zur Schulentwicklung

Nicht nur in den Kommunen des Kreises Paderborn ist die Diskussion um die Sicherung der Schulstandorte im vollen Gange. Es geht um die Gemeinschafts- und die dritte oder auch vierte Gesamtschule im Kreis.

Dies nahmen 20 Grüne SchulexpertInnen sowie Mitglieder von Wählergemeinschaften aus dem Kreis Paderborn und auch aus dem Kreis Höxter zum Anlass, sich von der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Sigrid Beer über die aktuellen Rahmenbedingungen informieren zu lassen.

Diskutiert wurde über die notwendigen Schulentwicklungsplanungen in den einzelnen Kommunen.

Der Druck in den Kommunen ist hoch: Zum einen ist die Elternnachfrage nach längerem gemeinsamen Lernen ungebrochen hoch. Ablehnungen, die in den vergangenen Jahren von den Gesamtschulen der Stadt Paderborn ausgesprochen werden mussten, sind kein weiteres Jahr hinnehmbar. Zum anderen kämpfen aufgrund der demographischen Veränderungen die Kommunen darum, an ihren Standorten ein höher qualifizierendes weiterführendes Schulangebot  zu erhalten bzw. zu schaffen. Vor Ort wird dabei  pragmatisch gedacht, ideologische Grabenkämpfe um Schulformen gehören immer mehr der Vergangenheit an.

„In Düsseldorf gehen zur Zeit zahlreiche Anfragen und auch schon Anträge zur Errichtung einer Gesamt- oder einer Gemeinschaftsschule ein“, berichtete Sigrid Beer. „Die Eckpunkte für die Gemeinschaftsschule liegen auf dem Tisch. Andere Regionen sind schneller als Paderborn und Höxter. Die Planungen in unserer Region müssen jetzt konkret werden“, fordert Beer die Kreise Paderborn und Höxter zum Handeln auf.

Nach Ansicht der Grünen Schulexperten im Kreis Paderborn und Höxter, müssen die Schulentwicklungsplanungen in einem koordinierten Prozess aller Kreiskommunen erfolgen. Sie fordern deshalb die Kreise Paderborn und Höxter auf, zügig eine Regionalkonferenz  zur Schulentwicklungsplanung einzuberufen. Die Landträte sehen sie in der Pflicht die Bürgermeister im Kreisgebiet an einen Tisch zu holen und auch Eltern, Vereine, Wirtschaft und Verbände einzubeziehen. „Es gilt einerseits die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen endlich zum nächsten Schuljahr zu lösen. Der Kreis braucht eine dritte und vierte Gesamtschule und andererseits Standorte für Gemeinschaftsschulen auszuloten. Das verlangt eine regionale Koordination und Abstimmung unter den Kommunen und keine Vergabe nach dem Windhundprinzip. Hinter den Kulissen sind doch schon längst viele für sich auf dem Weg,“ unterstreicht Sigrid Beer.

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