Kurzes Plädoyer für „weniger ist mehr“

„Hier stinkt’s“ stand heute in der NW zu lesen,

denn „in Ostwestfalen-Lippe hat die Gülle-Saison begonnen. „Die Landwirte nutzen den leicht gefrorenen Untergrund “, erklärt Arnold Weßling, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe, „sie sind in diesen Tagen auch schon in der Dunkelheit mit den Gülle-Anhängern auf den Äckern unterwegs.“ Bei den Mitbürgern mit empfindlicher Nase wirbt er um Verständnis. „Das ist der landwirtschaftliche Kreislauf. Wir bringen jetzt auf die Äcker zurück, was wir zuvor an das Vieh verfüttert haben.“ “

Dieses Paradoxon als Kreislauf zu bezeichnen, ist himmelschreiend. Wer zum Beispiel weiß, dass die Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser nirgendwo so hoch sind wie in Deutschland, fragt sich wo sich hier der Kreis schließt. Spirale würde hier wohl besser passen.
Wenn die Landwirte spätestens im Dezember schon in den Startlöchern stehen, aufgrund der überquellenden Güllebehälter.

Landwirt, die es auch noch als positiv darstellen, dass die Gülle jetzt auf den gefrorenen Boden aufbringen zu können, ist nicht nachvollziehbar. Das ist ja gerade der Grund, weshalb das Ausbringen im Winter verboten ist. Denn dann wird gelangt es direkt in die Gewässer. Die Geruchsbelastung ist hier das geringste Problem. Im Gegenteil, so werden wir wenigstens noch darauf aufmerksam, im Gegensatz zu den vielen anderen Maßnahmen, die zum Tier auf dem Teller führen.

Alle sprechen davon, dass es nicht mehr geht ohne den Fleischkonsum zu minimieren. Jede/r hat theoretisch begriffen, dass ein gutes Stück Fleisch zu besonderen Anlässen 100 Mal mehr wert ist als die Masse von mit Stresshormonen, angereicherten Schadstoffen und gentechnisch verändertem Soja gefütterten Billigangeboten, die immer noch aus den Discountern geschleppt werden.

Wann wachen wir endlich auf und lassen den Worten Taten folgen?

Argumente gibt es genug:
Lebensqualität,
Energieeffizienz,
Ressourcenschonung,
Flächenverbrauch,
Tierquälerei, …

Und Ideen gibt es auch genug, um die Lebensqalität zu erhöhen:
Veggidays, Bio und Veggi-Partyservices, Rezepte von bio über vegetarisch, exotisch, …

Verabschiedet euch von dem Gedanken, Vegetarismus und Depression hätten irgendwas miteinander zu tun!

Probiert´s aus, fragt nach Alternativen in Restaurants und Geschäften, es lohnt sich!

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