Namensänderung der Kammerspiele Paderborn

Grüne fordern Bürgerbeteiligung:

Die Fragen sind „ob überhaupt“, und wenn ja „wie“

Derzeit wird in den Medien massiv darüber diskutiert, ob der Name „Kammerspiele Paderborn“ demnächst in der Versenkung verschwindet oder nicht. Als derzeit einzige Alternative wird „Theater Paderborn“ gehandelt.

Für die Grünen im Kreis Paderborn ist dies definitiv zu kurz gedacht.

„Es gibt zwei Ebenen zu beachten“, so Jörg Schlüter, Mitglied des Kreis-Kulturausschusses. „Erstens geht es darum, ob überhaupt triftige Gründe für eine Namensänderung sprechen. Erst wenn dies allgemein mit ja beantwortet wird, kann es zweitens darum gehen, einen neuen Namen zu finden“.

Die Teilung in diese zwei Entscheidungsebenen ist deshalb so wichtig, weil ansonsten einfach nur ein guter Name gegen einen anderen ausgetauscht wird. An der Stelle hätten dann die Kritiker recht, die anmerken, dass u.a. auf ein bekanntes, eingeführtes Markenzeichen ohne definierten Grund verzichtet wird.

Nicht nur, aber auch, weil die Kammerspiele jetzt und in Zukunft aus öffentlichen Mitteln in nicht unerheblicher Höhe finanziert werden, drängt sich in diesem Fall eine Bürgerbeteiligung nahezu auf. Diese führt erstens zu einer hohen Identifikation mit der anstehenden Entscheidung, zweitens kann man auf einen geradezu unermesslichen kreativen Pool im Falle einer Namensänderung hoffen.

Die Grünen im Kreis Paderborn haben bereits in der letzten Kreis-Kulturausschusssitzung dazu aufgefordert, die Namensgebung in einem öffentlichen Ideenfindungsprozess durchzuführen. „So kommen wir auch von der derzeit schmalspurig geführten Diskussion zwischen nur zwei Alternativen weg“, so Schlüter.

„Wenn eine Namensänderung durchgeführt wird, was ich persönlich sehr begrüßen würde, dann gibt es definitiv kreativere und sinnvollere Lösungen als das zugegeben griffige „Theater Paderborn“, so Schlüter abschließend.

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