Nichts dazugelernt, Herr Linnemann?

Da liest man am Freitag, 18.03.2011 in der lokalen Presse, dass Herr Linnemann, Bundestagsabgeordneter der CDU, lieber heute als morgen aus der Atomkraft aussteigen möchte. Soweit, so gut, könnte man sagen. Inzwischen hat die schwarz-gelbe Regierung ja den Ausstieg neu erfunden. Weil, so hört man, mache Gefahren nicht hoch genug eingeschätzt wurden.

Der geneigte Wähler sollte jetzt meinen, dass dieser Lerneffekt auch auf andere Gefahren übertragbar sein müsse, z.B. den Klimawandel. Wir alle wissen schließlich, das Klimawandel und CO2 auf das Engste miteinander verbunden ist. Genauso wissen wir, dass CO2 und Kohlekraftwerke ebenso verknüpft sind. Des weiteren folgert der denkende Mensch auch, dass die Auswirkungen des Klimawandels möglicherweise unterschätzt werden, man im Zweifel lieber etwas vorsichtiger als bisher mit klimaschädlichen Aktivitäten umgehen sollte, damit nicht in absehbarer Zeit über eben diesen Wandel und die Folgen daraus gesagt werden muss, was heute Herr Linneman über Atomkraft sagt: „Wir wissen heute, dass man manche Gefahren nicht hoch genug eingeschätzt hat.“

 

„Wer heute, wie z.B Herr Linnemann, den Ausbau der Kohleverstromung fordert, hat nichts gelernt“, sagt Jörg Schlüter, Fraktionsmitglied der Grünen im Kreistag Paderborn. „Wir fordern den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, und werden uns auch an die eigene Nase fassen müssen, wenn es um Leitungskapazitäten und Speicherformen geht. Denn wenn es mit dem Klimawandel Ernst wird, dann reden wir über eine weltweite Katastrophe in einer nie dagewesenen Dimension!“

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