Diskussion versachlichen!

Grüner Kreisvorstand und Kreistagsfraktion begrüßen die Einrichtung des Nationalparkbüros in Bad Lippspringe.

Mit der Einrichtung eines Nationalparkbüros in Bad Lippspringe setzt die Landesregierung die einstimmige Beschlussfassung des Landtags für die nachmilitärische Nutzung der Senne um. Die britische Regierung hat bekanntlich einen Abzugstermin ihrer Truppen für 2020 angekündigt und damit die Diskussion um eine Folgenutzung der Senne angestoßen.

Die Bundeswehr wird vermutlich im Herbst ihr Konzept zur Neustrukturierung vorstellen und damit voraussichtlich die Schließung etlicher Standorte verkünden. Dass unter diesem Gesichtspunkt das Verteidigungsministerium die Senne als Truppenübungsplatz beanspruchen wird, ist mehr als zweifelhaft.

Wenn die Bundeswehr das Areal aber für ihre Zwecke nutzen will, wird sie bei der Vergabe durch den Hausherr Finanzministerium natürlich den Vorzug erhalten. Es ist völlig abwegig, wenn von interessierter Seite in unserer Region behauptet wird, dass die Nationalpark-Debatte die Vergabe auf irgend eine Art beeinflussen könnte.

 

So wie in der Region bereits über die Folgenutzung der britischen Kasernen intensiv nachgedacht wird, braucht es auch ein Nachdenken über die Senne. Nun ist diese Fragestellung nicht neu und die Grünen sehen schon lange Zeit in einem Nationalpark die beste Lösung für Menschen und Natur. Es geht dabei um ein wichtiges Zukunftsprojekt für unsere Region, wofür man eine verantwortungsbewusste Debatte erwarten kann. Es kann natürlich auch nicht überraschen, wenn solche Debatten auch Zeitgenossen auf den Plan rufen, die sich nicht scheuen, mit den abwegigsten Argumenten einige Aufmerksamkeit zu erzielen. Um wieder mehr Sachlichkeit in die Debatte zu bringen ist es deshalb nur begrüßenswert, wenn die Landesregierung ein Informationsbüro einrichte, in dem man sich bei Fachleuten informieren kann. Kreisvorstand und Kreisfraktion der Grünen begrüßen dies ausdrücklich und fordern die Menschen in unserem Kreis dazu auf, das Informationsangebot zu nutzen.

 

KV-Vorstand                          Kreistagsfraktion

Norika Creuzmann                   Dr. Harald Grünau

Verwandte Artikel