Paderborn überzeugt durch „Performance“

Die Grünen fordern: Kein „Aus“ für die Performance! Noch ist es Zeit zum Umdenken für CDU und FDP. Die Performance hat in den letzten sieben Jahren, seitdem sie ihre Heimat in Paderborn gefunden hat, eine immer größere Bedeutung erreicht, und zwar bundesweit und international.

In seinem Brief gegen die geplanten Streichungen der Zuschüsse betont der Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum e.V. noch einmal die Bedeutung der Paderborner Performance als den inzwischen „wichtigsten Branchentreff in Deutschland“ und als „die Plattform für das Theater im öffentlichen Raum“. Weiterhin befürchtet der Bundesverband „ zwangsläufige das Aus für die Performance“, sollten die Kürzungen tatsächlich stattfinden.

Mit einem Protestbrief gegen die Kürzungen betont ebenfalls das „Büros Für Freies THEATER“ in Offenbach, dass die Performance in Paderborn „das einzige und wichtigste Treffen für Theater im öffentlichen Raum“ sei und bezeichnet die Performance als ein „Stadtmarketing-Pfund“ für Paderborn.

Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass CDU und FDP dieses „Stadtmarketing-Pfund“ so einfach aufgeben wollen und vielleicht noch nicht mal in seiner Bedeutung richtig wahrgenommen haben.

„Paderborn ist mehr als schwarz“ hieß mal vor vielen Jahren ein Werbeslogan. Die Performance trägt dazu bei, dass Paderborn auch als weltoffen und innovativ wahrgenommen wird und trägt dazu bei, unsere doch eher konservative, kirchliche Außenwahrnehmung abzufedern bzw. Paderborn bunter zu machen.

Aufgrund der kontinuierlich wachsenden Bedeutung der Performance kommen immer mehr Künstler, Marketingleute, Veranstalter und kommunale Kulturvertreter aus Deutschland und dem Ausland zu uns, die nie nach Paderborn kommen würden, wenn es die Performance nicht gäbe. Und sie fahren wieder nach Hause und kommunizieren dort vor Ort über die Performance und „Paderborn“ ist immer dabei. Was Besseres können wir für unser Image doch gar nicht tun!

Aber auch vor Ort ist die Performance eine kulturelle Bereicherung. Über 2.500 Grundschüler und Kitakinder haben im Schlosspark ein Stück Performance miterleben dürfen.

Für das Image von Paderborn wären allerdings die geplanten Kürzungen fatal, denn alle Akteure sowie Organisationszusammenschlüsse dieser Kulturbörse haben sich bei ihrer Planung auf Paderborn verlassen. Ein Aussteigen Ende März zu verkünden, ist viel zu spät und zeugt auch nicht für Verantwortung gegenüber dieser Branche. Damit kann Paderborn sich nur blamieren.

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