Sigrid Beer zu Etteln: „Umfassende Beteiligung statt Schulfrust“

Zum Bestand des Grundschulstandortes Etteln erklärt Sigrid Beer:

„Mit dem guten Willen aller Beteiligten wäre zumindest für das kommende Schuljahr eine Lösung für die betroffenen 9 Kinder aus Etteln möglich. Das Einverständnis der Eltern des jetzigen 1. Schuljahrs vorausgesetzt, könnten die Kinder jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen, um sich gegenüber der Bezirksregierung für diesen Weg stark zu machen, auch wenn diese zurzeit keine Zukunft für den Standtort Etteln sieht.

Denn damit würde Zeit gewonnen mit allen Eltern in Borchen aufgrund der Schülerzahlen für die nächsten Jahre ein allgemein akzeptiertes Konzept zu erarbeiten. Dazu gehört es, in einem Schulentwicklungsplan die Schülerzahlen für die nächsten Jahre von der KiTa bis zu den Grundschulen transparent darzustellen und in einer Zukunftswerkstatt mit allen Eltern und Schulvertretungen das Konzept zu entwickeln.

Dabei muss auch das Thema Inklusion berücksichtigt werden, das bisher in der Debatte gar nicht vorkommt. Das neue Grundschulgesetz ist in der Verbändebeteiligung und wird nach den Neuwahlen schnellstmöglich in das Parlament gehen. Ein Gesetz zur inklusiven Beschulung wird ebenfalls ohne Zeitverzögerung eingebracht werden. Die parlamentarische Initiative mit den Eckpunkten stand am Tag der Auflösung des Landtags auf der Tagesordnung.

Auch über die Neuordnung von Schulverbünden könnte mit allen Beteiligten gesprochen werden, damit pädagogisch innovative Konzepte zum Tragen kommen. Es gibt ja mindestens einen Standort in Borchen, an dem erfolgreich und überzeugend altersgemischt unterrichtet wird.

Ich teile die Auffassung des Städte- und Gemeindebundes, dass nach Wegen gesucht werden muss, dass Teilstandorte, die sich aus pädagogischer Überzeugung für den altersgemischten Unterricht entscheiden, in ihrer Entwicklung nicht blockiert werden sollen.

Ich halte es weiter wie immer und werde allen Beteiligten wichtige Informationen, die mir zugänglich sind, unmittelbar für anstehende Entscheidungen zukommen lassen. Das gilt auch für die Eltern, denen ich selbstverständlich vor ihrer Schulkonferenz die Informationen weitergebe, genauso wie auch für den Bürgermeister, der immer gerne vom kurzen Draht nach Düsseldorf gebraucht macht, wenn er ein Anliegen hat.“

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