Authentisch – aktiv – lebendig – überzeugend: Claudia Roth resümiert den grünen NRW-Wahlkampf real und im Livestream

Plötzlich taucht Claudia Roth lässig mit grünem Schal neben dem Rathausbrunnen auf.  Sehr zur Erleichterung der gesprächslustigen Paderbornerinnen und Paderborner, die sie gleich umringen und mit Fragen bestürmen.  Selbst ein Pirat ist extra wegen der grünen Bundesvorsitzenden vorbei genommen.“Sie begeistert mich durch ihre Art“, erzählt er.

Straßenwahlkampf mit Claudia ist ein Vergnügen, denn sie ist direkt, redet ausdruckstark, nimmt sich für die Passanten  viel Zeit und weiß politische Entwicklungen in NRW und auf der Bundesebene gleich gut einzuschätzen. Aktuell die Blamage für den spitzenkandidierenden Bundesumweltminister Norbert Röttgen, dass selbst unionsgeführte Bundesländer den Kahlschlag bei der Solarförderung verweigern. Klar ist Claudia Roth für Rot-GRÜN, und registiert große Zufriedenheit in NRW mit der Regierungsarbeit. „Aber Wahlerfolge fallen nicht vom Himmel“, warnt die grüne Parteichefin. Überzeugungsarbeit müssten die Grünen bis zuletzt leisten – gerade für die Zweitstimme GRÜN.

DIrekt vom Rathausplatz Schlag zwölf klinken wir Claudia Roth in den „Drei-Tage-Wach-Stream“ ein. Zuerst dreht es sich um das Pokalfinale, dass Claudia zusammen mit Sylvia Löhrmann verfolgen wird. Natürlich sei sie für Dortmund, der Pott für den Pott, platzt es aus der Augsburgerin heraus, die längere Zeit in der Dortmunder Kreuzstraße gewohnt hat. Gegen Chelsea habe dafür Bayern München ihre ganzen Sympathien.

„Nicht, dass jetzt die Leute denken, es gehe nur um Fußball“, wechselt die grüne Bundesvorsitzende in die Rolle der Wahlkämpferin und NRW-Entdeckerin.Beeindruckt habe sie letztens ein frühmorgendliches Bauernfrühstück am konservativ geprägten Niederrhein, als das Lokal aus allen Nähten platze. In Duisburg seien die Menschen unglaublich erleichtert gewesen, dass sie Dank der grünen Initiative den Oberbürgermeister – wie hieß er noch gleich: genau Sauerland – abwählen können. In Siegen erlebte sie, wie sehr die Bürgerinnen und Bürger grüne Minister wie Johannes Remmel aufgrund ihrer Fachkompetenz und des dialogischen Politikstils schätzten.

Der Ruf nach stärkerer Mitbestimmung und transparenten Informationen spüre sie bei fast allen Veranstaltungen. Die rot-grüne Regierung habe in den 22 Monaten wirkliche Verbesserungen gebracht. Das sei ihr auf einer Veranstaltung in Rösrath, nahe dem Flughafen Köln-Bonn-Wahn aufgefallen, wo die Frachtflugzeuge den Familien allnächtlich den Schlaf rauben würden. Das habe noch CDU-Verkehrsminister Oliver Wittke gutsherrnmäßig genehmigt. Der jetzige NRW-CDU-Generalsekretär musste seinerzeit wegen mehrfachen Führerscheinentzugs als Verkehrsminister zurücktreten. Eine Wechselstimmung habe sie nirgendswo in NRW feststellen können, sondern eine große Zufriedenheit mit Rot-GRÜN. Wie in Schleswig-Holstein versuchten Union und FDP in der Schlussphase des Wahlkampfes mit polemischen und sachlich falschen Kampagnen neue Wähler zu gewinnen. Die Bürgerinnen und Bürger seien diese Art des parteipolitischen Gezänks leid. „Und das auch völlig zu Recht!“

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen