Kritiker waren zur Nationalparkinfomesse eingeladen – Sie kamen aber nicht

„Gegner müssen draußen bleiben“ titelte am Montag das Westfälische Volksblatt einen Bericht über die Nationalparkinfomesse. Heute wiederholte der CDU-MdL Jung den tendentiösen Vorwurf. Die Schlagzeile und ähnliche Gerüchte entsprechen nicht der Realität, stellten die Veranstalter öffentlich richtig. Im Bild der Leiter der Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW Adalbert Niemeyer-Lüllwitz.

„Zur Nationalparkinfomesse im Rahmen des „Tag der Parke“ am 20. Mai in Bad Lippspringe waren auch Nationalparkkritiker und Gegner eingeladen. Darauf weisen die Veranstalter, die Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW (NUA) und die Nationalpark-Koordinierungsstelle der Naturschutzverbände hin. Es handelte sich um eine öffentliche Veranstaltung, die allen Interessierten offen stand. Einladungen in schriftlicher Form wurden u.a. auch an die Bürgerinitiative „Unser Teutoburger Wald“ sowie andere Vereine und Verbände gesandt, die das Projekt ablehnen. Zudem wurde mit Plakaten und Presseberichten öffentlich eingeladen. Ziel der Messe war es, sachlich und mit profunder Sachkenntnis darüber zu informieren, was ein „Nationalpark“ im allgemeinen ist und wie ein Nationalpark in Ostwestfalen aussehen könnte. Anhand von Beispielen wie dem des Nationalparks Eifel wurden dabei Fragen zum Wegerecht, Betretungsverboten oder der Bewirtschaftung geklärt. Denn im Vorfeld der Messe wurden vor Ort oftmals hierzu Befürchtungen geäußert worden, die aufgrund der herrschenden Rechtslage unbegründet sind.

In der Einladung zur Nationalparkinfomesse hieß es ausdrücklich, dass sowohl mögliche Vorteile, als auch mögliche Nachteile einer Nationalparkausweisung und mögliche Veränderungen, die auf die Menschen zukommen, angesprochen werden. Des Weiteren hieß es in der Einladung, dass die „Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit haben, ihre offenen Fragen zu einer möglichen Nationalparkausweisung zu stellen.“ Die rege Diskussion bei den angebotenen Vorträgen und an den Messeständen hat gezeigt, dass dieses Angebot von vielen Menschen, die dem Projekt kritisch gegenüber stehen, rege genutzt wurde

Insgesamt besuchten über 1000 Menschen die Nationalparkinfomesse. Das ist aus Sicht der Veranstalter ein großer Erfolg. Mit den sachbezogenen Beiträgen und einer konstruktiven Diskussion nach den Vorträgen und an den über 30 Messeständen wurde aus Sicht der Veranstalter zu einer Versachlichung der Debatte in Ostwestfalen beigetragen. Es gelang dabei, manches noch verbreitete Vorurteil abzubauen wie z.B. die Vorstellung, dass die Zugänglichkeit der Wälder nach einer Nationalparkausweisung nicht mehr gegeben sei.

Ein ausführlicher Bericht mit allen Vorträgen ist online auf der Homepage der NUA www.nua.nrw.de verfügbar.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen