Drei Kandidaturen um das grüne Wahlkreismandat Paderborn-Gütersloh III – Die Basis ist der erste Wahlsieger

Mit Kerstin Haarmann, Dr. Jennifer Seeckts und Richard Janus wollen gleich drei profilierte Grüne als Direktkandidat*in für den Wahlkreis 137 Paderborn – Gütersloh III in den Bundestagswahlkampf ziehen.  Ihre inhaltlichen Vorstellungen (unten) sind höchst unterschiedlich.

Am nächsten Dienstag, den 23. Oktober entscheidet die Versammlung aller grünen Mitglieder.  „Die Basis ist jedenfalls schon jetzt Wahlsieger“, erklären die grünen Kreisvorsitzenden Norika Creuzmann und Carsten Birkelbach, „weil der Dienstagabend wegen der unterschiedlichen Kandidaturen höchst spannend wird“. Das Treffen im Hotel Aspethera ist öffentlich und beginnt um 19.30 Uhr.

Die drei folgenden Vorstellungen sind Nachnamen-sortiert. Kontakte stellt gern das Grüne Büro her.

Kerstin Haarmann:

Grüne mit den glaubwürdigen und kompetenten Lösungen

Liebe GRÜNE im Wahlkreis Paderborn und Gütersloh III,

Ich bewerbe mich als Wahlkreiskandidatin für die nächste Bundestagswahl sowie um einen Platz auf der NRW Landesliste (Nachrückerplatz). Hierfür bitte ich um euer Votum!

Die voraussichtlichen bundesweiten grünen Wahlkampfschwerpunkte Energiewende, Europa und Bewältigung der Finanzmarktkrise und ihrer strukturellen Ursachen kann ich aufgrund meiner beruflichen und politischen Erfahrungen sehr gut vertreten. Zusätzlich möchte ich u.a. folgende Themen schwerpunktmäßig adressieren:

  • Nachhaltiges Wirtschaften im Öffentlichen u. privaten Sektor
  • Mehr technische Innovation und mehr Arbeitsplätze durch Reduktion des Ressourcenverbrauchs
  • Zukunftsfähige öffentliche  Infrastruktur
  • Gleichberechtigung Frauen u. Männer

Gerne möchte ich dafür streiten, daß wir Grüne in Paderborn und in Schloß Holte- Stukenbrock im Bundestagswahlkampf als die glaubwürdigste und kompetenteste Partei zur Lösung der anstehenden Probleme wahrgenommen werden.

Eure Kerstin


Richard Janus:

Aus der Krise hilft nur Grün!

Liebe Freundin, lieber Freund,

der Grund, mich bei Grüns zu engagieren, kommt von den drei Begriffen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung her. Für den Wahlkampf um das Bundestagsmandat möchte ich auch entsprechend zwei Themen besonders in den Vordergrund rücken, die uns besonders angehen.

1. Fracking: Die Gefahren, die von der „unkonventionellen Gasförderung“ ausgehen, sind bekannt. Dennoch findet bundesweit eine Untersuchung möglicher Förderstandorte statt. In NRW haben wir noch ein Moratorium und aber trotzdem droht das unserer Region!  Das lasche Bergrecht muss dringend geändert werden: Für mich geht der Schutz des Trinkwassers, sowie Mensch und Natur vor Interessen von Energiekonzernen.

2. Energiewende: Wie am Fracking zu sehen, haben wir einen ziemlichen Energiehunger, der auch in Zukunft gestillt werden will. Jedoch ohne dass wir dabei unsere Lebensgrundlage zerstören. Förderung und Verwertung von Energierohstoffen darf nicht mehr so, wie bisher, zulasten der Natur gehen. Das bedeutet auch, dass Monokulturen und Rückgang der pflanzlichen Lebensmittelproduktion keine Lösung für die Erzeugung von  sog. „Bioenergie“ sind.

Gerade jetzt will Minister Altmaier nach der Solarförderung nun bei Wind und Biomasse begrenzen und beschneiden. So geht die Umgestaltung im Energiebereich nicht! Bisher werden die sog. „Mehrkosten“ auf die VerbraucherInnen umgelegt und die energieintensiven Industrien verschont. Auch das geht nicht! Wir müssen Energie einsparen, effizienter mit Energie umgehen und die Erneuerbaren ausbauen – das geht nur, wenn alle dabei mitmachen!

Ich bitte Dich um Deine Stimme!

 

Dr. Jennifer Seeckts:

„Ich will nicht tatenlos zuschauen müssen“

Ganz früh morgens am 15. Oktober 2012, dem Buffleheads Day*), habe ich spontan den Entschluss gefasst: „Ja, jetzt oder nie. Ich kandidiere für den Bundestag. Es läuft so viel schief in Berlin. Ich werde immer unruhiger und ungeduldiger. Ich will einfach nicht mehr tatenlos zuschauen müssen. Ich möchte meine ganze Leidenschaft und meine Fähigkeiten einbringen, dass unser deutsches Land lebenswert bleibt und in vielen „versauten“ Bereichen wieder lebenswert wird.“

Doch so spontan, wie ich anfangs schrieb, war mein Entschluss nicht. Schon seit meinem Engagement gegen die geplante Müllverbrennungsanlage hier in Paderborn, mit der logischen Konsequenz Anfang 2009 den Grünen beizutreten, was mir wiederum in Kürze einen Sitz im Paderborner Rat bescherte, habe ich die Bundespolitik weiter im Blick gehabt. Damals sagte ich vor der Kommunalwahl scherzhaft und leicht größenwahnsinnig: „Wenn ich es mit einem Direktmandat in den Rat schaffe, schaffe ich es bei der nächsten Wahl in den Bundestag“. Nun habe ich es zwar nicht mit einem Direktmandat, doch mit über 20% direkt in den Rat geschafft. Gilt das trotzdem? Jetzt werdet Ihr Euch berechtigterweise fragen: Warum hat sie dann 2011 ihr Ratsmandat niedergelegt? Das war ein Entschluss, den ich mir wahrlich nicht leicht gemacht habe, der jedoch in meiner damaligen Lebenssituation den einzigen Ausweg darstellte. Eine Vollbremsung sozusagen. Wenn ich etwas mache, dann richtig. Doch ich wurde dieser verantwortungsvollen Aufgabe nicht mehr gerecht. Der enorme Arbeitsaufwand, das „preussische“ Pflichtbewusstsein in mir, alles richtig und noch besser machen zu wollen, einen Chef ohne Verständnis für politisches Engagement, beruflicher Stress, Adrian, der zunehmend auf der Strecke blieb, ein sehr sehr schwerer Schicksalsschlag, etc….. Ich war „fix und fertig“ mit der Welt. Tempi passati!

Das Tal (der Tränen) liegt nun weit hinter mir und ich bin voll Tatendrang. Der Brief vom Kreisverband Paderborn zur Wahlversammlung war quasi eine Initialzündung zur Reaktivierung der Prophezeiung aus 2009, in Berlin „aufräumen“ zu wollen.

Und da habe ich insbesondere meine Herzblutthemen im Blick: die „Land- und Forstwirtschaft“ und den „Tier- und Naturschutz“. Da wird es einen gewaltigen Umbruch geben, wenn die Grünen ab 2013 die Regierung stellen. Viele Ideen schwirren bereits in meinem Kopf. Ein Beispiel: ein  „Antibiotikagesetz“, das es noch nicht gibt, und das m.E. zwingend erforderlich wäre. Ich denke als Tierärztin, die sich ständig mit den „Auswüchsen“ dieser fehlgesteuerten Landwirtschaftspolitik konfrontiert sieht und einem Netzwerk von gleich gesinnten TierärztInnen angehört, das sich eine Änderung dieses Systems der legalisierten Tierquälerei auf die Fahnen geschrieben hat, bin ich geradezu prädestiniert, diese Probleme anzupacken. Unsere Friedrich Ostendorff und Undine Kurth, die bereits Großartiges auf diesen Gebieten leisten, können für diese Herkulesaufgabe gegen den mächtigen Bauernverband , die Agrar- und Fleischindustrie nebst deren Heerscharen von Lobbyisten garantiert kompetente und kampfeslustige Unterstützung brauchen. Denn das wird wirklich eine „Grüne Revolution“, wenn sie uns gelingt. Und dass sie uns gelingt, daran möchte ich mit all meinem (Fach-)Wissen und meinem Engagement mitwirken. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht mehr locker lasse, wenn ich von einer Sache überzeugt bin. Deshalb bitte ich um Euer Vertrauen! Gebt mir bitte die Chance, an dieser Grünen Revolution mitzuwirken und mich für eine gerechtere Welt einzusetzen.

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