Bezahlbarer Wohnraum ist Standortfaktor: Grüne fordern zeitnahe Lösungen für Studierende

In der gestrigen Bauausschusssitzung berieten die Parteien über den Bau einer neuen Studierendenwohnanlage am Ludwigsfelder Ring. Die Anlage soll in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität entstehen. Während die Mehrheit der Ausschussmitglieder noch Einzelheiten zu anderen möglichen Standorten einforderten, hielten einzig die Grünen schon jetzt eine Beschlussfassung für möglich. „Die Zeit drängt, schon in diesem Jahr war der Druck auf den studentischen Wohnungsmarkt enorm, wir können nicht länger warten“ argumentierte Stefan Schwan, Ausschussmitglied der Grünen. „Wir brauchen sehr zeitnah Lösungen.“

Anstoß für die Zögerlichkeit der übrigen Parteien waren die Sorgen der Bewohner am Rippinger Weg, dass der Autoverkehr durch die Studierenden besonders zunehme. „Auch wir nehmen diese Sorgen Ernst,“ erklärte Stefan Schwan von den Grünen. „Die im Ausschuss vorgestellte Studierendenbefragung hat eindeutig gezeigt, dass die Studierenden  Autostellplätzen bei der Wohnungssuche generell eine sehr geringe Bedeutung beimessen. Wir fordern die Verwaltung deshalb nachdrücklich auf, im Fall einer konkreten Planung die Zahl der Stellplätze an der Wohnanlage auf das absolut Nötige zu begrenzen.“ Auch sei kaum zu vermuten, dass die Studierenden die wenigen hundert Meter vom Ludwigsfelder Ring bis zur Uni mit dem Auto zurücklegten. In nichtöffentlicher Sitzung wurden den Ausschussmitgliedern weitere Standorte für Studierendenwohnungen vorgestellt. „Man darf wohl so viel verraten, dass keiner der anderen Standorte kurzfristig realisierbar ist“ berichtet Stefan Schwan. Es werde aus Sicht der Grünen ohnehin nicht bei einem Standort blieben.

Unmissverständlich für mehr bezahlberen Wohnraum

Selbst wenn mittelfristig die Studierendenzahlen wieder leicht abnehmen, ist bezahlbarer Wohnraum ein wichtiger Standortfaktor für die Studienortwahl. „Wenn sich in 10 Jahren die Lage wieder etwas entspannt, haben wird mit bezahlbarem Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Campus eindeutig Standortvorteile gegenüber Städten wie Münster oder Köln. Die Entwicklung der Studentenzahlen im Vergleich zu anderen Universitätsstädten in NRW zeigt schon jetzt, dass Paderborn sehr gut aufgestellt ist.“ Eine entsprechende Untersuchung war ebenfalls im Ausschuss vorgestellt worden. Für die Grünen reklamiert Stefan Schwan „Wir werden uns jedenfalls unmissverständlich für mehr bezahlbaren Wohnraum in Paderborn stark machen“.

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