Kichborchen – Schloß Hamborn per Rad: Ein Grünes „Nein“ aus Vernunft

Borchener Bündnisgrüne sprechen sich nach einem intensiven Beratungsprozess gegen einen Radweg an der Kreisstraße K2 aus.

Grundsätzlich ist der Ausbau des Radwegenetzes immer ein Thema, welches den Inhalten der Bündnisgrünen entspricht und für richtig erachtet wird. Bei der Frage nach der Realisierung des Teilstückes zwischen der Abfahrt Schloss Hamborn entlang der Kreisstraße bis nach Kirchborchen scheint eine Lösung zunächst auf der Hand liegend. Das Land finanziert einen Großteil der Investition, der Kreis einen weiteren Teil und für die Gemeinde bleibt ein überschaubarer Anteil. So leicht könnte es sein. Zugesagt und mit einem grünen Thema profiliert. Das Hinterfragen der Zusammenhänge, insbesondere der Kosten, in Verbindung mit den bereits bestehenden Alternativen macht aber eine reifliche Überlegung zwingend. Damit treffen die Bündnisgrünen eine bewusste Entscheidung im Sinne einer wirtschaftlichen Verantwortung.

„Es ist wirklich schade, dass Borchen jetzt die Förderung für einen Radweg erhalten könnte, aber auch zu erkennen, dass an der Stelle zwischen Kirchborchen und Schloß Hamborn der Bedarf nicht wirklich vorliegt. Die Kosten- Nutzenrechnung passt nicht ansatzweise und so werden wir uns gegen diesen Radweg aussprechen, freuen uns aber darauf an einer anderen Stelle im Kreisgebiet einen geförderten Fahrradweg nutzen zu können. Für Borchen wären Radwege z.B. an der Paderborner oder Haarener Straße gut“, so Guido Reitmeyer

„Stellt man die erheblichen Ausgaben von derzeit veranschlagten 660.000 Euro der Tatsache gegenüber, dass ein Radweg durch das Ellerbachtal besteht der zudem den Vorteil hat, dass die Ortsteile Kirchborchen und Nordborchen mit einer Entfernung von ca. 4,5 Kilometern gut und sicher zu erreichen sind, wird unsere Entscheidung nochmals deutlich. Viele Radfahrer, die Hamborn gerne als Etappe eines Fahrradausfluges besuchen, wählen ihre Route nach Gesichtspunkten der landschaftlichen Reize und nicht ausschließlich nach der Kürze der Wegstrecke“, so Hartmut Oster.

Da ein weiterer, wichtiger Schwerpunkt Grüner, nachhaltiger Politik den Aspekt des verantwortungs-vollen Umgangs mit Haushaltsmitteln beinhaltet, kommt die Fraktion zum Ergebnis, dass eine Umsetzung nicht erfolgen soll. „In Anbetracht der Tatsache, dass die Hebesetze der Gemeinde sicher steigen werden, um den Haushalt zu decken, wäre eine erzwungene Durchsetzung eines Radweges bei gleichzeitig vorhandenen Alternativen unverständlich“, so Fraktionsvorsitzender Sascha Büssemeier.

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