Ute Koczy: „Zukunft geht anders“

„Das hat Lippe nicht verdient“, kommentiert die grüne Bundestagsabgeordnete Ute Koczy die gestrige Entscheidung des Lippischen Landesverbandes, vorläufig von allen Nationalpark-Plänen für den Teutoburger Wald Abstand zu nehmen.  „Mit der ausschlaggebenden Stimme der Landesverbandsvorsteherin Peithmann ist der zukunftsträchtige Plan vom Nationalpark Teutoburger Wald vorläufig gescheitert. Mit 6 zu 5 Stimmen wurden die Partikularinteressen eines FDP-Prinzen, von Holzbauern und kleinen Sägewerkern bedient. Ich sehe große Fragezeichen für die Zukunft der lippischen Rose“,  so die Lipperin.

Damit sei ein wichtiges Projekt für Lippe, OWL, NRW und Deutschland vorerst gescheitert. Deutschland hat sich in seiner Nationalen Biodiversitätsstrategie auch international verpflichtet, 5% seiner Waldflächen bis zum Jahr 2020 aus der Nutzung zu nehmen und der natürlichen Entwicklung zu überlassen.  „Gegenwärtig sind wir bei weniger als ein Prozent“, verdeutliche die Abgeordnete das Manko.

„Es geht um den Schutz der Rotbuche und der natürlichen Dynamik ihrer Entwicklungsstadien. Außerhalb Europas kommen Buchenwälder nicht vor. In Deutschland bilden Rotbuchenwälder die typischen Laubwald-Ökosysteme, zu denen ursprünglich auch Raubtiere wie Wolf, Luchs, Braunbär und Wildkatze gehörten. Auch deshalb ist es wichtig, diesen Wald der Nachwelt zu erhalten. Das Prinzip heißt nach wie vor: Natur „Natur“ sein lassen! Dafür gilt es weiter zu streiten. Der Nationalpark ist noch lange nicht vom Tisch.“

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