Lautstarker Protest gegen Bundeswehr-Werbung an der Uni Paderborn

„Bundeswehr raus aus der Uni! – Für eine friedliche Universität Paderborn“  haben der Asta Paderborn, campusgrün, die Grüne Jugend und andere Organisationen eine Protestaufruf gegen den Auftritt der Bundeswehr auf dem Job-Infotag für Schüler*innen in den Räumen der Universität überschrieben. Am 2. Februar soll um 9.45 Uhr lautstark und friedlich gegen die Veranstaltung protestiert werden.

Im Aufruf heißt es:  „Am 02.02.2013 veranstalten die Rotary Clubs Paderborn, die Agentur für Arbeit und E.ON den Job-Infotag für Schüler*innen der Jahrgangsstufen 10-12 an der Universität Paderborn. Im Rahmen dieser Veranstaltung will die Bundeswehr in drei Vorträgen im Hörsaal A3 gezielt bei minderjährigen Jugendlichen für den Dienst an der Waffe werben. Die massive Werbekampagne der Bundeswehr steht sicherlich in Zusammenhang mit der Abschaffung der Wehrpflicht. Seit dem Beginn der Kampagnen steht die Bundeswehr für die Art und Weise ihrer Anwerbeversuche bei Jugendlichen bundesweit stark in der Kritik. Von Bundeswehrfreizeitcamps, in denen Jugendlichen ein kostenloser Urlaub mit „Abenteuern“ versprochen wird, über Anzeigen in Jugendzeitschriften scheint der Bundeswehr jedes Mittel der Verharmlosung recht, um neue Jugendliche zu werben.

Dabei hat spätestens seit Kundus jeder in diesem Land begriffen, dass wir uns in Kriegseinsätzen befinden. Doch auch um unabhängige Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten macht die Bundeswehr schon lange keinen Bogen mehr. Bereits im November 2011 erschlich sie sich über einen dritten Anbieter Werbeflächen auf der Rückseite der Lesezeichen der Universitätsbibliothek. Nach Auskunft des Leiters der Bibliothek hatte die Bibliothek keine Kenntnis von der Werbeanzeige und die Lesezeichen wurden sofort aus den Auslagen entfernt.

Hinsichtlich der Werbeveranstaltung der Bundeswehr am 02.02. sieht sich die Universitätsleitung nicht in der Lage, die Veranstaltung noch abzusagen. Es hängt also an uns mit Protest die Anwerbung von minderjährigen Schüler*innen zum Dienst an der Waffe zu verhindern. Deshalb kommt alle am Samstag, den 02.02. um 09:45 Uhr vor die Universitätsbibliothek. Lasst uns laut sein und zeigen, dass diese Uni friedlich ist und keinen Militarismus duldet!

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