Digitale Revolution und Demokratie am 3. März – Grüner Salon der Heinrich Böll-Stiftung öffnet erstmalig in Paderborn

Sofa2„Einmischung ist die einzige Möglichkeit, realistisch zu bleiben“, formulierte der Schriftsteller Heinrich Böll in weitgehend analog-medialen Zeiten. Diesem Ziel fühlen sich die „Grünen Salons“ der Heinrich-Böll-Stiftung auch weiterhin trotz der Digitalisierung der Gesellschaft verpflichtet: Ein Meinungsforum zu bieten, das Orientierung erleichtert und zu tieferer Auseinandersetzung anregt. „Fragen ohne leichte Antworten werden wir stellen, die zum Weiterdenken anregen“, erklärt Horst Schulze-Stieler, einer der Initiatoren.

Am 3. März öffnet um 11.30 Uhr der erste Grüne Salon in Paderborn mit dem Thema „Digitale Revolution und Demokratie“.  Im Heinz-Nixdorf-MuseumsForum analysiert der Professor Dr. Christoph Bieber aktuelle Formen der politischen Partizipation. Der Welker-Stiftungsprofessor für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft forscht und publiziert seit langen zu Fragen der digitalen Öffentlichkeit und zu ethischen Fragen im politischen Entscheidungsprozess. Das Gespräch moderieren Kristina Beer aus der c’t-Redaktion und der Informatiker Dr. Klaus Schröder.

bieber_christoph_2011_aEthische Fragen im politischen Entscheidungsprozess beschäftigen Christoph Bieber (Foto). Weitere Forschungsschwerpunkte zielen auf Verantwortung, Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Transparenz in Politik, Öffentlichkeit und Gesellschaft. Im Einladungstext heißt es: „Die neuen Informations- und Kommunikationsmedien haben die Büroarbeit wie die industrielle Produktion grundlegend verändert und führen über vernetzte Märkte zu Finanztransaktionen mit teils destabilisierendem Potential.  Durch den Siegeszug der „sozialen Medien“ ist die politische Dimension der digitalen Revolution deutlicher in den Fokus geraten.

Wie immer hat die Medaille zwei Seiten. Sie dienen als zentrales Element der Mobilisierung sozialer Bewegungen und einer demokratischen Opposition, wie z.B. beim Arabischen Frühling. Sie besitzen aber auch das Potential für staatliche Überwachung und Repression. Hierzulande eröffnen digitale Medien neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Wie sich die neue politische Kultur der Verknüpfung entwickeln wird, hängt entscheidend von den politischen Akteuren ab.“ Darüber debattieren Publikum und Experten im Grünen Salon.

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