Wer Haushaltskonsolidierung will, muss wissen, dass das ohne Sparen nicht geht

Portrait Sigrid Beer 2011Doppelzüngig spricht, wer auf der einen Seite den Schuletat des Landes um 300 Mio Euro kürzen möchte und dabei keine Gelegenheit auslässt, um der Landesregierung vorzuwerfen, sie wolle nicht genug sparen, und dann auf der anderen Seite lauthals die Förderung der privaten PTA Ersatzschulen fordert, die ehemals auf Wunsch des Apothekerverbandes eingerichtet worden sind. Dabei muss man wissen, dass keine andere Ausbildung im Gesundheitsbereich, wie z.B. Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie oder Hebammen eine vergleichbare Landesförderung bekommt. Deshalb wurden bereits vor mindestens zwei Jahren alle Beteiligten über die geplante Kürzung informiert.

Unter dem Aspekt der Haushaltskonsolidierung wurde mit allen Verantwortlichen für die Ausbildung an den PTA-Lehranstalten gesprochen und darauf hingewiesen, dass das Land auf Dauer diese Sonderstellung in der Finanzierungsbeteiligung nicht mehr aufrechterhalten kann und diese in mehreren Schritten abgebaut werden soll.

Alle aktuell laufenden Kurse werden aber noch bis zu deren Ende finanziert. Im Gegenzug sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Apothekerkammern sich stärker an der Ausbildungsfinanzierung beteiligen können oder alternativ die Erschließung anderer Finanzierungsmöglichkeiten unterstützen. Denn: Würden die Apotheken den Gesamtbetrag der bisherigen Landesförderung übernehmen, ergäbe sich rechnerisch pro Apotheke eine maximale jährliche Zusatzbelastung von rd. 290 €.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen