Wibke Brems: „Schutz des Grundwassers ist das Maß aller Entscheidungen“

fracking franziskanerIn der heutigen Sitzung hat die Grüne Landtagsfraktion das Positionspapier „Einsatz der Fracking-Technologie bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas verhindern – Wasser- und Umweltschutz vor Wirtschaftsinteressen stellen“ beschlossen. Dazu erklärt Wibke Brems, energiepolitische Sprecherin der grünen Fraktion im Landtag NRW:

„Die Gewinnung von unkonventionellem Erdgas mit giftigen Chemikalien beim Einsatz der Fracking-Technologie birgt hohe Risiken für Trink- und Grundwasser und damit für uns Menschen. Das antiquierte Bundesbergrecht ist ungeeignet, um Vorsorge vor diesen Risiken zu treffen. Auch deshalb muss es dringend überarbeitet werden. Bundesumweltminister Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Rösler ignorieren die Warnung der Bundesländer  vor dem Einsatz umwelttoxischer Substanzen bei der Anwendung der Fracking-Technologie und haben stattdessen den Koalitionsfraktionen Gesetzentwürfe vorgelegt, die der Risiko-Technologie Tür und Tor öffnen. Es ist gut, dass einige weise Stimmen in der Union dafür gesorgt haben, dass über diese Vorschläge nun nicht abgestimmt wird. Für Nordrhein-Westfalen müssen aus unserer Sicht die Erlasse vom 18.11.2011 und vom 24.02.2012 bis auf weiteres gelten. Das Maß aller weiteren Entscheidungen ist der Schutz des Trinkwassers, der immer oberste Priorität haben muss. Fracking mit giftigen Chemikalien darf es nach dem Stand von Wissenschaft und Technik nicht geben.“

Das Foto zeigt Wibke Brems, zweite von rechts, im September 2012 beim Unterschriftensammeln in der Westernstraße.

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