Statt „pader energy“ aus Wolfburg eigene Stadtwerke für Paderborn unterstützen

StSchwan PB Vogelperspektive 08 2009Wer in den letzten Wochen mit offenen Augen durch die Stadt gefahren ist, dem werden die Plakate aufgefallen sein, die für „pader energy“ werben. Leider verbirgt sich hinter dem Angebot für „PaderStrom“ kein schneller Erfolg des Grünen Antrags zur Gründung eigener Stadtwerke für die Stadt Paderborn. Das Impressum der Website: „paderenergy.de“ nennt vielmehr die Wolfsburger LSW Energie GmbH & Co KG als Verantwortlichen für das Angebot.

„Offensichtlich haben andere Anbieter das Potential eines regionalen Stromangebots bereits erkannt und nutzen die in Paderborn bestehende Angebotslücke“ kommentiert Ratsherr Dr. Klaus Schröder die Werbekampagne. Dies unterstreiche die Notwendigkeit eigene Stadtwerke zu gründen. „Pader Energy hat einen ‚Store‘ in Paderborn eingerichtet und verspricht, für jeden neuen Vertrag fünf Euro für gemeinnützige und soziale Zwecke in und um Paderborn zu spenden. Das ist gut – eigene Stadtwerke können den Bürgerinnen und Bürgern nach unserer Einschätzung aber mehr bieten.“

„Wenn von Produktion bis zum Vertrieb die gesamte Wertschöpfung in der Stadt Paderborn stattfindet, dann werden damit in all diesen Bereichen Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert“ stellt der grüne Ratsherr fest. Zudem würden die Gewinne von Paderborner Stadtwerken in  städtischer Hand allen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen. Darüber hinaus seien Synergieeffekte mit dem Netzbetrieb des gerade erworbenen Geschäftszweiges Netz zu erwarten.

„Das Angebot der Wolfsburger Gesellschaft zeigt deutlich, dass auch andernorts der Bedarf nach einem in Paderborn verwurzelten Stromangebot gesehen wird“ fasst Klaus Schröder zusammen, „wir sollten sehen, dass wir dazu auch ein Paderborner Angebot schaffen.“

Verwandte Artikel