Sigrid Beer: Extremisten kein Feld bereiten – Stellvertreterkonflikten entschieden entgegentreten

sigrid„Es ist zu befürchten, dass es in Ostwestfalen zu weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt. Dem muss Einhalt geboten werden. Das Leid der Menschen in den Kriegsregionen bewegt uns zutiefst. Wir sind entsetzt über das Morden religiöser Minderheiten und empört über Kriegstreiber auf allen Seiten. Gewalt produziert immer neue Gewalt und schafft  Verhärtungen. Dabei werden auch im Namen von Religionen Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen.

All das  darf nicht zu gewalttätigen Stellvertreterkonflikten bei uns führen.

Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertreternaller Religionsgemeinschaften sollten wir vor den angekündigten Demonstrationen am Wochenende ein gemeinsames Signal für ein friedliches Miteinander setzen.

Es muss klar sein: Wir garantieren und leben Religionsfreiheit. Wir garantieren auch das Recht auf Versammlungsfreiheit für friedliche Demonstrationen und Kritik. Aber Religion darf nicht instrumentalisiert werden. Deshalb sind die Religionsgemeinschaften hier gemeinsam gefordert.

Der Rechtsstaat muss handeln, wenn daraus Rachefeldzüge und Konflikte angezettelt werden, die Extremisten anziehen. Ein Dank gilt der Polizei, die in Herford sehr gut und schnell reagiert hat. Gemeinsam können wir nicht zulassen, dass die Integration und das friedliche Miteinander Schaden nehmen.“

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