Eltern und Schüler in Delbrück verunsichert – Grüne fordern von der CDU ein klares Bekenntnis

delbrück grüneDie Überlegungen, Teile des Gymnasiums und / oder der neuen Gesamtschule nach Westenholz auszulagern, sind unverantwortlich und verunsichern Eltern und Schüler. Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die CDU-Mehrheit im Stadtrat auf, ein klares Bekenntnis abzugeben, dass Schülerinnen und Schüler, die die Gesamtschule oder das Gymnasium in Delbrück besuchen oder demnächst besuchen wollen, unter keinen Umständen gegen ihren Willen nach Westenholz geschickt werden. Nur mit einer solchen Klarstellung kann den Gerüchten und der neuen Verunsicherung über die Schulzukunft in Delbrück entgegengewirkt werden, fordern die Delbrücker Grünen.

Bis kurz vor der Sommerpause schien alles „in trockenen Tüchern“: Das Schulamt hatte im Einvernehmen mit dem Gymnasium und der Gesamtschule ein schlüssiges und umsetzbares Raumkonzept ausgearbeitet. Doch vor allem die CDU-Mitglieder Sasse und Wieners waren damit nicht zufrieden und forderten, weitere Alternativen zu prüfen. Dabei sei auch der Standort Westenholz zu berücksichtigen. „Wenn die CDU solch einen Antrag stellt, muss sie doch wissen, dass am Ende die Teilung einer Schule auf zwei Standorte steht“, werfen die Grünen-Schulausschussmitglieder Christian Burkert und Andreas Konuk der CDU vor, für die neuerliche Verunsicherung der Eltern verantwortlich zu sein.

Der Schulleiter des Gymnasiums, Stephan Gringard, wurde seitens der Bezirksregierung aufgefordert, zu möglichen Varianten einer Teilstandortnutzung Westenholz durch das Gymnasium, Stellung zu nehmen. Diese Varianten wurden durch die Schulverwaltung der Bezirksregierung zum Zwecke der Prüfung vorgelegt. Über seine Stellungnahme hat Herr Gringard die Eltern seiner Schülerinnen und Schüler in Schulversammlungen informiert. Vor allem bei den Eltern aus Hövelhof sorgten diese vom Schulträger zur Prüfung vorgelegten Varianten für Unverständnis und Empörung. Mehrere Eltern kündigten spontan an, dass sie ihre Kinder auf keinen Fall nach Westenholz schicken werden und dann lieber an einem Gymnasium in Paderborn anmelden.

Auch die Eltern der Gesamtschüler wurden von den neuen Überlegungen überrascht und empörten sich über die Unberechenbarkeit in der Delbrücker Schulpolitik. Schließlich war erst im Frühjahr beschlossen worden, dass die Gesamtschule am Schulstandort Delbrück-Mitte startet und nicht geteilt wird. „Sind wir damit nur gelockt worden, um unsere Kinder anzumelden und jetzt wird wieder alles über den Haufen geworfen?“ argwöhnen besorgte Eltern von Gesamtschülern.

Die CDU versucht unterdessen, die aufgebrachten Eltern zu beruhigen. Es sei lediglich ein Prüfauftrag beschlossen worden und noch sei nichts entschieden, beschwichtigen CDU-Vertreter. Doch die Grünen sind skeptisch und erwarten von der CDU eine Klarstellung, dass weder das Gymnasium noch die Gesamtschule geteilt werden. Die Grünen fordern die CDU-Mehrheit zudem auf, ein klares Bekenntnis abzugeben, dass kein Kind gegen den Willen der Eltern nach Westenholz geschickt wird. In der Sitzung des Schulausschusses am 17. September wäre Gelegenheit dazu.

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