„Vergiftete Liebe“ – Die Wissenschaften, der Erste Weltkrieg und wir heutzutage

csm_VergifteteLiebePlakatKlein-abgespeckt_0d100eb3e1In gleich drei Veranstaltungen geht es diesen Donnerstag an der Universität um den Ersten Weltkrieg und um Konsequenzen für uns: „Vergiftete Liebe“ – Gastspiel des „theater odos“ aus Münster, Ausstellung „Letter-Art“ im Foyer der Studiobühne und die Podiumsdiskussion zum Thema „Wissenschaftsethik und Kriegsvermeidung“.

Vergiftete Liebe – Studiobühne

In „Vergiftete Liebe“ erzählt das thater odos aus Münster die tragische Geschichte des Ehepaars Haber. Es ist ein Stück über den Ersten Weltkrieg, über Liebe und letztlich auch über Ethik in der Wissenschaft.Eine Frau schießt sich eine Kugel in die Brust. Ihr Mann nimmt der Toten die Pistole aus der Hand, steckt sie in seinen Halfter und reist noch am gleichen Tag an die Front.

Das zynische Verhalten Fritz Habers schockiert noch heute. Denn der Chemiker hatte nur wenige Tage zuvor, am 22. April 1915, für das Deutsche Reich den ersten Einsatz von Giftgas angeleitet. Seine Frau Clara wollte mit einem Massenmörder als Gatte nicht weiterleben und begeht am 2. Mai mit der Waffe Habers Selbstmord.

Die Aufführung findet an diesem Donnerstag in der Studiobühne statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet 6 €.

Kriegswissenschaft in der Diskussion – Letter-Art

Gleiche Bühne, gleiches Thema, anderes Gesprächsformat: Im Anschluss, 20:45 Uhr, debattieren Uni-Präsident Nikolaus Risch und der Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften Volker Peckhaus mit Dr. Peter Witte von pax christ über „Wissenschaftsethik und Kriegsvermeidung“.

Umrahmt wird das Bühnenprogramm mit der Ausstellung Remember 1914 – 1918. Letter-ART zu Kunst. Krieg. Frieden. Zur Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 präsentieren Kunst-Studierende der Universität Paderborn eine Fülle von künstlerischen Kommentaren auf Versandtaschen, die in ihrer Themenvielfalt einen kreativen Dialog entstehen lassen. Mit Malereien, Zeichnungen, Collagen, Literatur oder Mixed Media zeigen die Letter-ART Werke eindrucksvolle Positionen zum Gedenken. Die Eröffnung ist um 18:30 Uhr.

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