Geld für ein Nahverkehrskonzept in den Kreis-Haushalt einstellen – Verkehr ist zweitgrößter Verursacher von CO2-Emissionen

grün 14_kerstin haarmannDie Fraktion BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN im Kreistag Paderborn hat beantragt, zusätzlich einen Betrag von 35.000 Euro einzustellen für die Entwicklung eines Nahmobilitätskonzeptes. Das Nahmobiltiätskonzept soll den Schwerpunkt auf ein durchgängiges Radwegenetz, vernetzte Verkehrssysteme und neue Mobilitätsformen legen und in Zusammenarbeit mit den Kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie dem nph und dem Padersprinter unter angemessener Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit erarbeitet werden.

Die Grundlage für dieses Konzept sollen der Aktionsplan der Landesregierung zur Förderung der Nahmobilität mit der Zielperspektive Nahmobiltät 2.0. sein sowie die Maßnahmen „Aktionsprogramm zur Fahrrad-Moblität“ und „intermodale Dienstleistungen des ÖPNV“ des Klimaschutzkonzeptes des Kreises Paderborn.

„Der Verkehr ist auch im Kreis Paderborn der zweitgrößte Verursacher von CO2 Emissionen. Nur unter Berücksichtigung ambitionierter Maßnahmen zum Klimaschutz ist eine Reduktion der CO2 Emissionen in nennenswertem Umfang bis 2020 möglich. Hauptversursacher der CO2 Emissionen im Verkehr ist der motorisierte Individualverkehr durch PKW. Die Förderung des Radverkehrs, eine bessere Vernetzung der Verkehrssysteme wie z.B. bike & ride, die Berücksichtig neuer Mobilitätsformen wie Carsharing und neue elektronische Kommunikationsformen wie Internet gestützte Mobilitätsportale, sind in vielen Fällen eine attraktive Alternative zum PKW-Verkehr. Da fast die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW kürzer als 6 Km sind, liegt hier ein enormes Energieeinspar- und CO2 Vermeidungspotential“, erklärt die stelvertretende Fraktionssprecherin Kerstin Haarmann.

Die geannten Maßnahmen setzen ein räumliches Gesamtkonzept für den Kreis Paderborn voraus und müssen sowohl Berufs-, Gewerbe- als auch Freizeitverkehre berücksichtigen. Verschiedene Städte und Gemeinden im Kreis Paderborn – wie die Stadt Paderborn und Bad Lippspringe – erstellen bereits Nahmobilitätskonzepte: Das Innenstadtverkehrskonzept in Paderborn oder das Mobilitätskonzept anlässlich der Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Auf deren Erfahrung kann aufgebaut werden, um eine umweltgerechte Nahmobilität über die jeweiligen Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus im gesamten Kreisgebiet sicherzustellen.

Neben dem Klima- und Umweltschutz soll das Konzept Maßnahmen in folgenden Bereichen aufzeigen:

  • Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer
  • Wirtschaftskraft: attraktivere Innenstädte , bessere Aufenthaltsqualität und attraktive Nahmobilitätsformen können Handel und Tourismus fördern
  • Nahmobilität als wichtiger Standortfaktor: z.B. Kriteri-um für Studierende, sich für die Universität Paderborn zu entscheiden; erhält Image des Kreises Paderborn als fortschrittliche IT-Region
  • Luftreinhaltepolitik: wichtig für Kurorte u. Innnenstädte
  • Mehr Lebensqualität durch verbesserte Erreichbarkeit der Naherholungsmöglichkeiten

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