Willkommen Wolf! – NABU-Wolfsbotschafter Thomas Pusch berichtet im Prinzenpalais

PAm Freitag, den 12.12.14 ist Thomas Pusch, Wolfsbotschafter und Sprecher des NABU Landesfachaussschusses Wolf in NRW zu Gast im Prinzenpalais. Auch wenn die Reaktionen auf die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland überwiegend positiv ausfallen, begegnet der Mensch den Wölfen auch mit Vorbehalten und Sorgen. „Die Menschen in Deutschland müssen erst wieder lernen mit dem Wolf in unmittelbarer Nachbarschaft zu leben“, so Thomas Pusch.

Wie ein solches vor allem konfliktarmes Zusammenleben in Deutschland aussehen könnte,  stellt der Referent ebenso in seinem Vortrag dar, wie die aktuelle Situation der Wolfsvorkommen in Deutschland. Beginn um 19 Uhr 30, NABU-Prinzenpalais, Arminiuspark 11, 33175 Bad Lippspringe.

Weite Teile von Deutschland schätzt der NABU als „Wolfserwartungsgebiet“ ein. In Sachsen und Sachsen- Anhalt hatten sich im September 2011 sich bisher insgesamt neun Wolfsfamilien (Rudel) etabliert. Eine Wolfsfamilie nutzt dort, wie im europäischen Durchschnitt etwa ein Territorium von 300 km². Der Nachweis von Wanderwölfen und vereinzelten, territorialen Wölfen in insgesamt sechs Bundesländern (Stand Januar 2012) zeigt zudem, dass der Bestand das Potential besitzt, sich weiter auszubreiten.

In seinem Positionspapier schreibt der NABU: „Der Wolf ist als Rückkehrer in sein ehemaliges Verbreitungsgebiet ein natürlicher Bestandteil unserer Ökosysteme. Seine Ausbreitung ist, wie die jeder anderen bedrohten heimischen Tierart, zu unterstützen und wird durch den NABU begrüßt“.  Der jüngst im Lippischen gesichtete „Wolf“ erwies sich aber als Hund.

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