Sigrid Beer: „Gemeinsam für Demokratie eintreten – Nicht spalten“

religionspolitischer kongress_sigrid beer -webZu den Äußerungen des Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke „Ich bin nicht Charlie“, erklärt Sigrid Beer, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen Landtagsfraktion: „Die Anschläge in Frankreich galten der Meinungsfreiheit und damit auch der Religionsfreiheit. Deshalb solidarisiere auch ich mich mit dem „Je suis Charlie“. Ich bin erschüttert, dass sich mein Kollege Sieveke aus der Unterstützung dieser Grundrechte bewusst verabschiedet.

Als besonders fahrlässig empfinde ich, dass er polarisiert in einer Zeit, in der Muslime Mahnwachen vor Pressestandorten veranstalten, um die Meinungsfreiheit zu schützen und für unsere Demokratie einzustehen.

Anstatt der Kanzlerin den Rücken zu stärken, stellen Daniel Sieveke und Carsten Linnemann den Generalverdacht gegenüber den hier lebenden Muslimen nach vorne. Ob Juden, Christen, Muslime, oder Atheisten, alle müssen gemeinsam in dieser Gesellschaft für diese Demokratie einstehen und dafür sorgen, dass Religion als Begründung für Gewalt nicht missbraucht wird.

Ich bin den Kirchen dankbar, dass sie eindeutig zu PEGIDA Stellung nehmen und Frem-denfeindlichkeit, Islamphobie, Rassismus und Antisemitismus verurteilen. Ich begrüße ausdrücklich in diesem Sinne auch den Aufruf des Forum der Religionen in Paderborn zur Menschenkette am kommenden Montag.
Die Fraktionen im Landtag wollen ein fraktionsübergreifendes Votum für Meinungs- und Religionsfreiheit, Vielfalt und Toleranz in der kommenden Plenarwoche verabschieden. Ich bin gespannt der Kollege Sieveke sich dazu verhält.“ Das Foto zeigt Beer bei ihrer Begrüßungsrede beim Religionspolitischen Kongress von Bündnis 90/Die Grünen vergangenen Samstag im Düsseldorfer Landtag.

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