„Paderborn mobil machen, aber richtig“ – GRÜNER SALON erkundet neue Wege in der Verkehrsplanung

IMG_0831In Paderborn bekommen verkehrspolitische Weichenstellungen schnell den Charakter eines Glaubensstreits. Sollen Busse weiter durch die Fußgängerzone fahren? Ein Ratsbürgerentscheid ist beantragt. Soll die wirklich nicht ansehnliche Zentralstation einem Einkaufsmarkt weichen und stattdessen an die Westernmauer verlagert werden? Dort über den Wall verläuft aber eine hochfrequentierte Radroute.

Paderborn ist nach wie vor vom veralteten Leitbild der ‘autogerechten Stadt’ geprägt, das Schadstoffbelastungen, Lärmemissionen und zugeparkte Straßen in Kauf nimmt. Das mit viel Bürgerbeteiligung entwickelte Innenstadtverkehrskonzept wird nur zögerlich und bruchstückhaft umgesetzt.

Andere Städte wie Münster, Freiburg, Aachen, aber auch Kopenhagen oder London berücksichtigen die Wünsche ihrer Bürger*innen und haben längst eine umweltfreundliche Verkehrspolitik eingeleitet oder umgesetzt. Was können wir von anderen lernen?

Neue Wege in der kommunalen Verkehrsplanung diskutiert der Grüne Salon Paderborn am 14. Juni mit Gisela Nacken, die bis vor kurzem Dezernentin für Planung und Umwelt in Aachen gewesen ist. Vertreter von Pro Bahn und dem ADFC Paderborn beschreiben aktuelle Defizite in Paderborn und geben ihre Einschätzungen, welche realistischen Handlungsoptionen für eine andere Verkehrspolitik in Paderborn bestehen.

Die zweistündige Debatte unter dem Motto „Paderborn mobil machen, aber richtig“ beginnt im Hotel Aspethera, Am Busdorf 7, um 11:30 Uhr. Sie wird moderiert von Werner Graf und Dieter Wiedemeier. Der Eintritt ist frei.

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