Trauungen auf der Wewelsburg unterbinden – Grüner Antrag aus Büren

screenshot www.wewelsburg.deSeit der Neukonzeption der Ausstellung „Ideologie und Terror der SS“ ist die Wewelsburg weit über die Region hinaus für eine hervorragende Aufarbeitung der historischen Vergangenheit der Burg und des KZ Niederhagens bekannt. Dem rechtsradikalen Gedankengut entgegenzuwirken, bleibt eine Daueraufgabe. Zumal der Verfassungsschutz nach wie vor von einer Anziehungskraft der Burg auf nationalistisch-identitäre Personen und Gruppen ausgeht.

Die Grünen in Büren wollen keinesfalls, dass dieser Ort – auch vor dem Respekt der nationalsozialistischen Opfer – für mögliche rechtspolitische Manifestationen instrumentalisiert wird. Beim Standesamt liegt nach Information der Fraktion mindestens eine Anfrage vor, Trauungen auf der Wewelsburg durchführen zu dürfen. „Da in der Vergangenheit SS-Eheweihen auf der Wewelsburg stattgefunden haben und für die Zukunft nicht auszuschließen ist, dass sich gerade dort Menschen mit einer „rechts-orientierten“ Gesinnung vermählen möchten, wollen wir Trauungen auf der Wewelsburg unterbinden“, fordern Reinhold Zühlke und Karl Koch in einem Antrag an den Stadtrat. Der Screenshot zeigt ein Suchergebnis Trauung + Wewelsburg. Auch der Kreistag soll aufgefordert werden, einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

„Wir möchten auch nicht, dass Menschen, die diesen Ort aus Unbedarftheit oder geschichtlicher Unkenntnis als Location für eine Trauung wählen, mit rechten Positionen identifiziert werden. Man muss sie dadurch schützen, dass diese Orte für Trauungen absolut tabu sind“, schreiben die Grünen. Alternative Trauungsorte in der Umgebung fänden sich in ausreichender Zahl und verweisen auf die Kluskapelle in Ahden, der Quax-Hangar am Airport oder die Niedermühle in Büren.

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