Ampel zum Sozialticket auf grün schalten – Haarmann: nph soll Antworten liefern

Die Grünen in der Vertreterversammlung des Nahverkehrsverbandes Paderborn Höxter (nph) bedauern die Vertagung der Debatte über die Einführung eines Sozialtickets in den Kreisen Paderborn und Höxter. „Für uns ist es nicht akzeptabel, dass in der Verbandsversammlung am 4. April der nph noch keine unserer Fragen zu den Erfahrungen mit dem Sozialticket in anderen NRW-Kreisen und den Schlussfolgerungen daraus, beantworten konnte,“ meint Kerstin Haarmann, Sprecherin der grünen nph-Fraktion.

Während der nph-Verbandsvorsteher auf die Notwendigkeit des Abwartens der Pläne der neuen NRW Landesregierung in Bezug die Förderung von Sozialtickets verwies und die mangelnde Vergleichbarkeit des Nahverkehrs im Hochstift mit vielen anderen NRW-­Kreisen ins Feld führte, brachte die CDU-­Fraktion im nph zum Ausdruck, dass ein Sozialticket im herkömmlichen Sinn für sie nicht vordringlich sei. Sie wolle lieber allgemein über vergünstigte Tickets, z.B. für Auszubildende, sprechen.

Die Grünen im nph werden das Thema weiterverfolgen. Der Kernpunkt ist für die Grünen die Tatsache, dass trotz immer besserer Qualität der Busse die Nahverkehrspreise für viele Bezieher kleinerer Einkommen im Hochstift deutlich zu hoch sind – seien es Auszubildende, Hartz IV Empfänger, Rentnerinnen mit geringer Rente, Menschen mit 400 Euro Jobs oder auch viele Berufstätige in Pflege-­ und Erziehungsberufen. „Dieses Thema muss angegangen werden -­ wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ kommentiert Haarmann.

Das Thema „verbilligte Ticketpreise“ soll in der nächsten Sitzung des nph Gremiums Lenkungskreises Nahverkehrsplan am 11. Mai 2017 erörtert werden.