Afghanische Frauen leben mit ihren Schmerzen – HBS NRW Grüner Salon Paderborn mit Maria Zemp

Nach mehr als zehn Jahren Engagement des Westens stirbt immer noch jede zwölfte Frau bei der Geburt! Diese Tatsache zeigt, dass der Westen die Hilfe auf die militärischen Interventionen konzentriert hat – entgegen den Beteuerungen in der Öffentlichkeit. Die Förderung des zivilen Aufbaus bleibt nach wie vor ungenügend. Das Thema greift die Heinrich-Böll-Stiftung NRW mit dem Grünen Salon Paderborn am Mittwochabend auf.

Durch die Ausweitung des Krieges in den letzten Jahren ist für Frauen das Leben im eigenen Land nicht sicherer geworden, im Gegenteil! Frauen getrauen sich wieder weniger auf die Straße, und die Fundamentalisten nutzen die Gunst der Stunde, um die Umsetzung der vereinbarten Frauenrechte zu behindern oder fordern offen die Rücknahme.

Neun Trainingseinheiten hat Maria Zemp im Auftrag der Frauenhilfs- und Menschenrechts-Organisation medica mondiale (Köln) in Kabul durchgeführt. Während dieser Kurzzeiteinsätze unterrichtete sie afghanische Hebammen, Mitarbeiterinnen von Frauenschutzhäusern und Gesundheitsberaterinnen von Care. Ihr Auftrag ist integriert in ein mehrjähriges multidisziplinäres Qualifizierungsprogramm für medizinische Fachfrauen, die in ihrer Beratungskompetenz fortgebildet werden. Ziele der Trainings sind neben der Vermittlung von Kenntnissen über Psychotraumatologie die politische Sensibilisierung zu den Themen Gewalt gegen Frauen, sexualisierte Kriegsgewalt und häusliche Gewalt.

Mittwoch, 14. Juni 2017, um 19:00 Uhr im KIM-FORUM, Detmoder Str. 21

Maria Zemp, Traumaberaterin bei Medica Mondiale

im Gespräch mit Norika Creuzmann, Sozialpädagogin, Frauenhaus Paderborn

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