Kämpferisch, geschlossen, überzeugend – BDK: Jetzt mutig die Weichen für bessere Zukunft stellen!

Im Velodrom, Berlin, drehen sonst Radrennfahrer*innen ihre Runden. Sechs Tage lang immer rund im Kreis. Drei Tage, von Freitag bis Sonntag, nahmen jetzt gut 800 Delegierte den Innenraum in Beschlag, um das grüne Wahlprogramm für die Bundestagswahl im September zu beschließen. Der grüne Parteitag debattierte mutig, aber nicht übermütig, woraus die Zukunft gemacht wird. Hundert Tage vor der Bundestagswahl zieht das Tempo mächtig an. Und zwar nicht rund im Kreis wie die GroKo, sondern vorwärts & verantwortungsvoll in eine gute Zukunft.

Die Grundstimmung hatte der niederländische Grünen-Chef Jesse Klaver gesetzt. „Der Frontmann der niederländischen Grünen wirkte auf mich mit seiner Botschaft sehr überzeugend. Der überraschende Wahlerfolg war für die Holland-Grünen nicht ausgemacht gewesen, aber mit Herz und Engagement konnten sie die Wähler*innen überzeugen! Entsprechend appellierte er an die Berliner Delegierten, sich nicht entmutigen zu lassen und vielmehr mit dem Herzen, aus Überzeugung den Weg weiter zu gehen. Mit dem Programm, sich nicht verbiegen zu lassen, machte er nicht nur einen jungen frischen, sondern auch glaubwürdigen Eindruck. Die Rede war der Auftakt zu einigen sehr eindrücklichen Reden, die dem Motto des Wahlprogramms und des Parteitags gerecht wurden: Zukunft wird aus Mut gemacht!“, kommentiert Richard Janus die Gastrede.  

Punkt für Punkt, Kapitel für Kapitel wird die Liste der Änderungsanträge in intensiven Debatten bearbeitet und zu einer Entscheidung gebracht. So bekommt das Programm Stück für Stück eine gemeinsame Dynamik und es entwickelt die Kraft, die es braucht um einen engagierten Wahlkampf zu bestreiten und auf die drängenden umweltpolitischen Notwendigkeiten die zukunftsweisenden Antworten parat zu haben. „Diese Handschrift ist da!“ beschreibt Hartmut Oster sein Resümee nach einem spannenden Wochenende. Mit dem nun abgestimmten Programm ist es gelungen eine klare ökologische Handschrift zu geben und damit die Relevanz der GRÜNEN zu unterstreichen.

Wer im Velodrom oder per Livestream die BDK verfolgt, erlebt echtes, hart erarbeitetes und kämpferisches Teamwork bei den Spitzengrünen. Versammelte Cem Özdemir in seiner Programmrede die Bundestagskandidat*innen hinter sich, ist es tagsdrauf Katrin Göring-Eckardt, die mit Neumitgliedern an der Spitze in die Halle einzieht. Mit Musik unterlegt, wirken die Inszenierung und reißen die Delegierten von den Sitzen. „Aber die Rede aller Reden hält Toni Hofreiter samstags zur Einbringung des Klimakapitels, voller Attacke auf die zauderlichen Merkel und Klamauk-ministerialen Dobrindt und Gabriels, deren Umweltbilanz desaströs ist und das vereinbarte Unter-2-Grad-Ziel unverzügliches und konsequentes Handeln verlangt“, meint Johannes Menze. Der Akzent „Klima endlich wirklich schützen“ duchzog alle programmatischen Reden, angefangen von Wilfried Kretschmann, Claudia Roth bis Robert Habeck.

Abgerundet wurde die Agenda durch eine ganze Reihe gutausgesuchter Gastreden, die Kernanliegen der Grünen authentisch und eindringlich transportieren. Jolanda Yoba von der Föderation Mikronesien schildert wie ihre heimatlichen Inseln im Südpazifik versinken und appelliert an unsere globale Verantwortung. Am 8. November sei die Welt Zeuge geworden, wie ein Mann zum Präsidenten gewählt wurde, der keine Vision und kein Mitgefühl habe, kommentiert Carmen Perez, die den Womens March USA organisiert hat.  „Als Nadia Murad, UN-Sonderbotschafterin für die Situation der Jesiden im Irak und Syrien berichtet, hätte man in der Halle eine Stecknadel fallen hören können. Alle Anwesenden lauschten Nadia gebannt bei ihrer sehr persönlichen Rede“ resümiert Florian Rittmeier.

 

 

 

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