Mehr Transparenz bei geschützten Bäumen – Ratsfraktion schlägt interaktive Karte vor

Weil es für Bürger in Paderborn nur sehr schwer herauszufinden ist, ob ein Baum auf privatem Grund gefällt werden darf, hat die grüne Ratsfraktion eine Anfrage zu den als schützenswert verzeichneten Bäumen gestellt. „Für Bäume auf privaten Grundstücken ist das bisher sehr kompliziert“, erklärt Florian Rittmeier, grüner Vertreter im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt. „Zuerst einmal muss man den entsprechenden Bebauungsplan herausfinden, um dann in den häufig sehr alten Karten die geschützten Bäume mühsam zu identifizieren.“ Die Grünen wünschen sich deutlich mehr Transparenz und Bürgerfreundlichkeit. „In Bielefeld, zum Beispiel, hat man mit einer einfach zugänglichen, interaktiven Karte bereits sehr gute Erfahrungen gemacht“, weiß Rittmeier. „Da kann jeder Bürger den Schutzstatus eines Baumes ganz komfortabel per Internet recherchieren.“

Über die Anfrage möchten die Grünen jetzt erfahren, wie viele Bäume in Paderborn über die Bebauungspläne überhaupt als schützenswert ausgewiesen sind. Außerdem soll geklärt werden, welche Schritte notwendig sind, um die gewünschten Informationen für eine interaktive Karte aufzuarbeiten und wie hoch dieser Aufwand bei der Vergabe dieser Arbeit an einen externen Dienstleister wäre. Alternativ fragen die Grünen, ob es möglich wäre, ein solches Projekt in Kooperation mit einer Hochschule durchzuführen. „Das hat ja bereits beim Thema Denkmalschutz in Schloß Neuhaus gut funktioniert“, erklärt Rittmeier.

 

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