Rote Linie: Kohleabbau stoppen – Unterschätzte Katastrophe: Klimawandel und Migration – Ein Bericht aus Bonn

Zuerst zogen 20 Paderborner auf der Demonstration zur Weltklimakonferenz in Bonn rote Linien, um das Klima zu schützen und den Kohleabbau zu stoppen. Dann kam die unterschätze Katastrophe bei der Besichtigung des Greenpeace-Schiffes Beluga 2 zur Sprache: Klimawandel und Migration.

Auf Einladung der Grünen waren Mitglieder von ATTAC, dem BUND, der KAB, Greenpeace nach Bonn gefahren. An Bord der Beluga 2 diskutierten sie mit Fawad Durrani aus Afghanistan, Greenpeace-Experte für den Zusammenhang von Klimawandel, Vertreibung und gewalttätige Konflikte.

Dreiviertel der Afghanen hätten selbst Fluchterfahrungen, schilderte Durrani, weil wegen Dürren und Trockenheit keine Landwirtschaft mehr möglich ist, oder weil Stürme, Fluten oder Überschwemmungen ihren Lebensraum wieder und wieder zerstören. „Der Klimawandel ist nicht die einzige Ursache für das Abwandern von Bevölkerungsteilen. Aber er wirkt als Multiplikator in Regionen, in denen das Leben etwa wegen Krieg, Terror und Armut ohnehin schon schwierig geworden ist“, erläuterte der Greenpeace-Experte.

Für Paderborn planen die beteiligten Verbände, in Diskussionen Klimawandel in seinen lokalen und globalen Auswirkungen weiter zu verfolgen.

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