Paderborner Aids-Hilfe als unverzichtbaren Anlaufpunkt stärker unterstützen! – Antrag der Ratsfraktion

Die Paderborner Aids-Hilfe leistet umfassende Präventionsarbeit und erreicht ein breites Spektrum an Beratungssuchenden. Doch Qualität und Umfang des Beratungsangebotes sind durch gestiegene Kosten und neue Aufgaben gefährdet. Deshalb hat die grüne Ratsfraktion jetzt beantragt, die jährliche Unterstützung für die Aids-Hilfe im nächsten Haushalt um 5.000 auf 20.000 Euro im Jahr zu erhöhen. 
 
Die Arbeit der Paderborner Aids-Hilfe ist mittlerweile breit gefächert: Neben der Betreuung und psychosozialen Beratung von an HIV erkrankten Menschen, bietet sie nicht nur regelmäßige HIV-Schnelltests und Unterstützung für Selbsthilfegruppen an, sondern leistet auch wichtige Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Unter anderem wurden im vergangenen Jahr in 78 Veranstaltungen für Schulklassen und Jugendgruppen 1.335 Jugendlich erreicht, die sich so in einem geschützten Bereich über Sexualität und HIV informieren konnten. „Außerdem suchen immer mehr Jugendliche hier Hilfe bei Coming-Out-Prozessen und Transsexualität“, weiß Brigitte Tretow-Hardt, die die Grünen im Jugendhilfeausschuss vertritt. „Auch von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund wird die Aids-Hilfe zunehmend als wichtige Anlaufstelle wahrgenommen.“ 
 
„All diese Arbeit wird im Rahmen von nur zwei hauptamtlichen Stellen geleistet, die drei Mitarbeiterinnen sich teilen.“ Das umfangreiche Angebot könne nur mit Hilfe der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter bewältigt werden. Finanziert wird die Aidshilfe größtenteils durch das Land und den Kreis. „Der Zuschuss der Stadt ist trotz stark gestiegener Kosten für Miete und Personal mehr als zehn Jahren nicht angehoben worden“, erklärt Brigitte Tretow-Hardt „Die Spenden sind rückläufig, die Rücklagen aufgebraucht.“ Um dieses wichtige Beratungsangebot in der derzeitigen Qualität aufrecht zu erhalten, sei eine Erhöhung der städtischen Zuschüsse um mindestens 5.000 Euro unbedingt notwendig. 

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