Baumschutz in Paderborn

Baumschutz für Paderborn

Das Grün ist die Visitenkarte einer jeden Stadt und Gemeinde. Ob es sich um Altbäume in Parks oder Vorgärten, Bäume entlang einer Straße, auf öffentlichen Plätzen handelt. Diese Bäume haben nicht nur einen optisch-ästhetischen Wert, sondern sind gerade in Zeiten, in denen wir über Klimaanpassung im Innenstadtbereich diskutieren, ein wichtiger Bestandteil im Dienste der Gesundheit der Bürger*innen.

Wenn Bäume gefällt werden, stellt sich vielen die Frage, ob das wirklich notwendig ist und welchen Schutz die Bäume in Paderborn überhaupt genießen. Hierzu folgendes: Bestimmte Bäume sind geschützt und das lässt sich auch im Internet nachvollziehen, wenn Zweifel an einer Fällmaßnahme bestehen.

  • Schutz als Naturdenkmal: Hierunter werden Bäume gefasst, die durch Alter, Schönheit oder Besonderheit unter besonderen Schutz gestellt wurden. Derzeit fallen unter die Naturdenkmale im Innenstadtbereich etwas über 100 Bäume (Stand 04/2019). Weitere Infos als Liste (mit Fotos auf den Detailseiten) und als interaktive Karte.
  • Schutz über Bebauungsplan: Hier werden Bäume, die für die Fläche eine besondere Bedeutung haben oder die schlichtweg erhalten bleiben sollen geschützt. Bei Bebauungsplan-Neuaufstellungen oder –Änderungen besteht die Möglichkeit, zusätzliche Bäume mit aufzunehmen. Eine Karte der B-Plan-geschützten Bäume existiert in Paderborn leider noch nicht. Man muss daher in dem für den jeweiligen Bereich gültigen B-Plan nachschauen.

Für den Außenbereich Paderborns werden die Bäume auch als Naturdenkmale, über B-Pläne (wenn vorhanden) oder über Landschaftspläne geschützt.

Ein weiterer effektiver Schutzmechanismus wäre eine Baumschutzsatzung, wie sie in vielen anderen Städten bereits seit langer Zeit erfolgreich und voll akzeptiert besteht. Leider scheiterten alle unsere bisherigen Anträge (zuletzt  März 2014 und September 2017) hierzu wiederholt an einer Ablehnung durch CDU und FDP.

Des Weiteren kommt es auch häufig zu Baumschnittmaßnahmen die in den Artenschutz eingreifen: Beispielsweise zu Brut- oder Nistzeiten. Deswegen werden solche Maßnahmen über das Bundesnaturschutzgesetzt geregelt. So ist es nicht erlaubt, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind allerdings schonende Form- und Pflegeschnitte von Bäumen und Gehölzen. Weitere Erläuterungen hierzu bietet auch das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW (siehe auch das dort verlinkte PDF).