Nationalpark Senne

Eine Chance für Mensch, Natur und die Region

senne öffnenEin Nationalpark in der Senne bietet Mensch und Natur eine große Chance, die es jetzt zu nutzen gilt. Der heutige Truppenübungsplatz ist eine ehemalige Kulturlandschaft mit einer außerordentlichen Artenvielfalt. Über 5000 Tier – und Pflanzenarten, ein großer Anteil davon auf der Roten Liste als bedroht eingestuft, haben hier ihren Lebensraum. Die Abschottung durch das Militär hat die Entwicklung wertvoller und einzigartiger Biotope begünstigt. Inwieweit Altlasten in Form von Munitionsrückständen das Erdreich belasten muss untersucht und in einem Schadstoffkataster festgehalten werden. Hierfür müssen Konzepte zur Beseitigung erstellt werden.

Der Abzug der britischen Streitkräfte bis spätestens 2018 aus der Senne bietet jetzt die Gelegenheit, in dieser bundesweit einmaligen Landschaft einen Nationalpark Senne auf den Weg zu bringen und so den einstimmigen Beschluss des NRW-Landtages von 2005 zur Einrichtung des Nationalparks umzusetzen.

Nur ein Nationalpark kann im Rahmen der Managementzonen diese Landschaft schützen und erhalten. Behutsame Pflegemaßnahmen stellen sicher, dass die Einzigartigkeit der Senne mit ihren offenen Weiten bewahrt bleibt. Darüber hinaus wird er ein Gebiet für die Menschen öffnen, aus dem diese in den letzten 120 Jahren ausgesperrt waren. Er steht bereit als außerschulischer Lernort, Freizeit und Naherholungsgebiet, touristische Attraktion und damit als Wirtschaftsfaktor für die Region.

Wenn nun das britische Militär die Senne verlässt, ist es an der Zeit diesen Naturschatz den Menschen zu eröffnen und ihr gleichzeitig den größtmöglichen Schutz angedeihen zu lassen, um diese Vielfalt und Schönheit auch für unsere Kinder zu erhalten. Wie es auch im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen neuerlich festgelegt ist.