Gute Verbindungen sorgen für beseres Klima – Kreistagsfraktion beantragt Nahmobilitätskonzept für den Kreis Paderborn

kreistagsfraktionDie Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Paderborn beantragt, im Haushaltsplan 2015 Mittel für die Entwicklung eines Nahmobilitätskonzeptes einzustellen. Dabei soll der Schwerpunkt auf ein durchgängiges Radwegenetz, vernetzte Verkehrssysteme und neue Mobilitätsformen gelegt werden. Grundlage für dieses Konzept, das in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen sowie dem Nahverkehrsverbund nph erarbeitet werden soll, ist der Aktionsplan Nahmobiltät 2.0 der NRW-Landesregierung.

Der Verkehr ist auch im Kreis Paderborn der zweitgrößte Verursacher von CO2-Emissionen. Nur unter Berücksichtigung ambitionierter Maßnahmen zum Klimaschutz ist eine Reduktion der CO2-Emissionen in nennenswertem Umfang bis 2020 möglich. Der motorisierte Individualverkehr durch PKW stellt nach Kerstin Haarmann, grüne Kreistagsabgeordnete und Mitglied in der nph-Verbandsversammlung den Hauptversursacher der CO2-Emissionen im Verkehr dar. „Die Förderung des Radverkehrs, eine bessere Vernetzung der Verkehrssysteme wie z.B. bike & ride, die Berücksichtig neuer Mobilitätsformen wie Carsharing und neue elektronische Kommunikationsformen wie Internet gestützte Mobilitätsportale, sind in vielen Fällen eine attraktive Alternative zum PKW-Verkehr. Da fast die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW kürzer als 6 km sind, liegt hier ein enormes Energieeinspar- und CO2-Vermeidungspotential,“ so Haarmann.

Die genannten Maßnahmen setzen ein räumliches Gesamtkonzept für den Kreis Paderborn voraus und müssen sowohl Berufs-, Gewerbe- als auch Freizeitverkehre berücksichtigen. Der grüne Fraktionsvorsitzende im Kreistag Harald Grünau weist darauf hin, dass verschiedene Städte und Gemeinden im Kreis Paderborn bereits dabei sind, Nahmobilitätskonzepte zu erstellen: „Beim Paderborner Innenstadtverkehrskonzept oder dem Mobilitätskonzept anlässlich der Landesgartenschau in Bad Lippspringe werden Erfahrung gewonnen, die der Kreis nutzen muss, um eine umweltgerechte Nahmobilität über die jeweiligen Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus im gesamten Kreisgebiet zu ermöglichen.“

Für die Entwicklung des Nahmobilitätskonzeptes verschlagen die Grünen im kommenden Jahr einen Betrag von 35.000,- ¤. Dafür sollen neben dem Klima- und Umweltschutz unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und Stärkung der Wirtschaftskraft durch attraktivere Innenstädte und verbesserte Aufenthaltsqualität erarbeitet werden.

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