Grüne wollen Klima in Hövelhof substantiell verbessern

Klimaschutz ist nach Aussage von Jörg Schlüter, Mitglied der Fraktion B’90/DIE GRÜNEN, ein Kernthema grüner Aktivitäten in Hövelhof. Derzeit hat Hövelhof ein Teilkonzept zum Klimaschutz, das ausschließlich die gemeindeeigenen Gebäude betrachtet und entsprechende Verbesserungen auflistet. „Das ist grundsätzlich gut, aber eben nicht ausreichend“, erklärt Marcus Praschan, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.

„Was wir brauchen, und da sind uns viele Städte und Kreise weit voraus, ist ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKK). Dabei wird eine detailierte Bestandanalyse aller Energieverbräuche in der Gemeinde gemacht, um dann in öffentlichen Workshops Ziele zu entwickeln und entsprechende Maßnahmen und Aktivitäten zu deren Erreichung zu erarbeiten.“ Schlüter: „Da wir jedoch wissen, dass die CDU grüne Anträge im Rat gerne reflexartig ablehnt, schlagen wir derzeit vor, in einer öffentlichen Ratssitzung den Gemeinderat und interessierte BürgerInnen detailliert über die Inhalte,  Ziele und Chancen eines integrierten Klimaschutzkonzeptes zu informieren. Und natürlich auch über Kosten und Fördermöglichkeiten.“
Die GRÜNEN halten es nach eigenen Angaben für schwer vorstellbar, dass die CDU eine solche Infoveranstaltung ablehnt, da zusätzlich  die Referentwahl der Gemeinde überlassen bliebe. Die GRÜNEN schlagen die Klimaschutzmanagerin des Kreises Paderborn vor oder Herrn Hübner vom Kreis Paderborn,  der bereits die Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes des Kreises Paderborn begleitet hat. Da die Nachbarstadt Delbrück derzeit kurz vor der Verabschiedung eines IKK ist, sei auch ein Referent dieser Verwaltung denkbar.

„Im besten Fall führt unser Antrag dazu, dass diese Veranstaltung durchgeführt wird und die Verwaltung im Anschluss einen Beschlussvorschlag zur Erstellung eines IKK vorlegt, der auch für die CDU zustimmungsfähig ist. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir GRÜNEN dieses Konzept beantragen und die CDU muss Farbe bekennen, ob sie an ernsthaften Bemühungen zum Klimaschutz interessiert ist oder ob sie auf zukunftsorientierte Politik verzichtet“, ergänzt Marcus Praschan.

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