Mit Aufklärung und Zivilcourage gegen die AfD – Grüne setzen auf Dialoge und Demonstrationen

Die Paderborner Grünen gehen bei der Auseinandersetzung mit der AfD in die Vorhand. Gleich vier öffentliche Dialoge zur aktuellen Fragen der Flüchtlingspolitik und zum Rechtspopulismus planen die Grünen für das Frühjahr. „Von Aufklärung bis Zivilcourage ziehen wir alle Register, um die AfD-Propagandisten zu demaskieren. Wir werden der AfD sicher nicht die Straße überlassen. Aber wir setzen zusätzlich auf intensive Dialoge und Debatten, um die entstandenen Fragen zu klären und Positionen zu markieren“, erklärt die grüne Kreisvorsitzende Norika Creuzmann.

Die Grünen haben Monika Düker (MdL) eingeladen, damit sie aus erster Hand über die komplexen Entscheidungsprozesse der Politik informiert, die Hilfe für Flüchtlinge bestmöglich zu organisieren. Die grüne NRW-Landtagsabgeordnete ist an den Verhandlungen der Asylpakete zwischen NRW und dem Bundesregierung beteiligt. „Harte Fakten stellen wir dem verantwortungslosen Reden von einem angeblichen ‚Asylchaos‘ oder einer ‚Herrschaft des Unrechts‘ entgegen“, erläutert der Kreisvorsitzende Carsten Birkelbach.

Auf Einladung des Grünen Salons schildert Mitte April die Syrien-Expertin Bente Scheller die Situation im Nahen Osten zwischen Bürgerkriegen und Flüchtlingsschicksalen. Scheller leitet das Auslandsbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut. Mehr als eine Million syrischer Flüchtlinge sind im Libanon untergekommen. Dabei hat das Land selbst nur vier Millionen Einwohner und braucht dringend Unterstützung bei der Bewältigung dieser Herausforderung.

Außerdem wollen die Grünen Licht ins finstere Dunkel der rechtspopulistischen und –extremen Szene bringen. Die innenpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Verena Schäffer (MdL) diskutiert im Ende März mit lokalen Experten die Verquickung der AfD mit der rechtsextremen Szene. Auf den Demonstrationen in Paderborn hatte die AfD das Auftreten von Neonazis aus Dortmund und der Identitären Bewegung toleriert.

Eine weitere Debatte im Grünen Salon zielt auf rechtspopulistische Rhetorik. Der Kulturexperte Reinhard Olschanski beschreibt, wie populistische Bewegungen versuchen, mit Ressentiments den europäischen Geist und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu vergiften.

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