Bezirksregierung sollte nicht auf stur schalten – Bad Lippspringer Grüne für Altenbekener Gesamtschüler*innen

Der Elternwille zählt! Das ist die klare Meinung der Grünen in Bad Lippspringe zur Entscheidung der Bezirksregierung in Detmold, keine Gesamtschüler aus Altenbeken in Bad Lippspringe aufzunehmen. „Man kann Schüler nicht zwangsversetzen“, erklärte Norika Creuzmann, Kreisvorsitzende der Grünen, am Dienstag gegenüber der Presse.

„Die Bezirksregierung hat eine Fürsorgepflicht“, schreibt sie der Schulbehörde ins Portfolio. „Man kann nicht eine Schule schließen und im Nachbarort eine Mauer um eine beliebte Einrichtung errichten“, macht sie deutlich. Während Fünftklässler bei den Neuanmeldungen herzlich willkommen sind, schaltet bei den Kindern der Klassen 6 und 7 die Bezirksregierung auf stur. Ein Widerspruch, den es zu erklären gilt, fordert sie.

Gleichzeitig gebe es für die Gesamtschule Bad Lippspringe eine Win-win-Situation. Mehr Kinder bedeuten nämlich auch mehr Angebote. Das gelte insbesondere für eine größere Oberstufe. „Dort gibt es dann ein differenzierteres Kursangebot“, sieht Creuzmann viele Vorteile für die noch junge Einrichtung, die vor drei Jahren maßgeblich von den Grünen ins Leben gerufen wurde.

Die derzeitige Vierzügigkeit der Gesamtschule Bad Lippspringe seitens der Bezirksregierung derart zu zementieren sei möglicherweise ohnehin obsolet. Denn die Einrichtung beschult sowohl Inklusionsschüler und hat auch eine Flüchtlingsklasse: „Man ist vielleicht sowieso in der Situation, bald über eine Erweiterung der Zügigkeit nachzudenken“, so Creuzmann.

Für die Ratlosigkeit und die Enttäuschung der Eltern, die rund 60 Kinder im Kurort vergeblich haben anmelden wollen, hat sie vollstes Verständnis. „Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen“, will sie sich nun mit den Landespolitikern um eine Lösung bemühen. Schließlich habe die Bezirksregierung die Pflicht, eine ortsnahe Beschulung zu ermöglichen.

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