Lob für die tagtägliche Integrationsarbeit – Grüne am Integration Point

Petra Tebbe, Susanne Schüssler und Sabine Kramm von der grünen Ratsfraktion informierten sich mit der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der grünen Landtagfraktion, Martina Maaßen, über die Arbeit des Integration Points in Paderborn. Seit Januar arbeiten Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und des Kreises Paderborn in einer gemeinsamen Anlauf- und Beratungsstelle an der beruflichen Integration von Flüchtlingen.

Wie soll die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in NRW aussehen und wie funktioniert die Umsetzung in Paderborn? Das waren für die Ratsmitglieder die zentralen Fragen. Rüdiger Matisz, Leiter der Agentur für Arbeit Paderborn, stellte die Ziele des Integration Points vor. Der Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Paderborn Horst-Hermann Müller, und der Teamleiter des Integration Points, Burkhard Voß erläuterten die konkrete Arbeit an beispielhaften Abläufen.

Die Landtagsabgeordnete Martina Maaßen stellte Lösungsansätze der Grünen im Landtag in einem Neun-Punkte-Programm vor. Besonders hob Martina Maaßen hervor: „Für die geflüchteten Menschen muss schnell eine Rechtssicherheit hergestellt werden und keiner darf von Integrationsmaßnahmen ausgeschlossen werden.“

Dank der guten personellen Ausstattung und weil zur Zeit wenige neue Flüchtlinge in Paderborn ankommen, können Flüchtlinge mit Bleibeperspektive in Deutschland, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, im Integration Point Unterstützung erhalten, erklärte Voß. Keiner werde abgewiesen, die Wartezeiten seien kurz und es werde bei der Feststellung der beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse sowie der Anerkennung der Berufsqualifikation geholfen.

Probleme bereite, dass viele Flüchtlinge mit reichlich beruflichen Erfahrungen nach deutschem Standard aber als ungelernt gelten. Sie seien jedoch hoch motiviert und hätten das Potential, mittelfristig den Fachkräftemangel in einigen Bereichen abzumildern.

Die grünen Ratsfrauen bilanzierten, dass auf lokaler Ebene viele Handlungsspielräume zur Integration von Geflüchteten ausgeschöpft werden, es aber noch an umfassenden Integrationsprogrammen fehlt. „Den geflüchteten Menschen sollte der sofortige Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Die Vorrangprüfung muss abgeschafft werden, denn nichts ist für die vor allem jungen Geflüchteten schlimmer als das Nichtstun,“ erklärt Susanne Schüssler, die in der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten das Potential, das die oft jungen Menschen mitbringen, gefährdet sieht.

Auf dem Foto: Die grünen Ratsfrauen im Gespräch mit Arbeitsagenturleiter Rüdiger Matisz (1.v.l.), Dr. Oliver Vorndran (Kommunales Integrationszentrum, 3.v.l), Martina Maaßen (Mdl) 4.v.l, Horst-Hermann Müller (Jobcenter 5.v.l.) und Burkhard Voß (Integration Point 2.v.r),

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