Kleiner Fahrplanwechsel bringt Verbesserungen wie Wermutstropfen für Sennebahn

Zum sogenannten “Kleinen Fahrplanwechsel” am 11. Dezember wird die Transportkapazität der Sennebahn aufgrund der gestiegenen Nachfrage zu den besonders nachfragestarken Zeiten morgens und abends von 120 auf 240 Sitzplätze erhöht. „Wir freuen uns, dass die gestiegenen Fahrgastzahlen auf der Strecke Paderborn-Bielefeld dieses Angebot wirtschaftlich ermöglichen und dass die Pendler*innen auf dem Weg zur Arbeit und zur Ausbildung künftig bequemer reisen können durch das verdoppelte Platzangebot, kommentiert Kerstin Haarmann, Fraktionssprecherin der Grünen im nph. „Dies bestätigt die Auffassung der Grünen, dass ein attraktives auf die Bedürfnisse der Bahnkunden abgestimmtes Angebot im öffentlichen Nahverkehr mehr Menschen zum Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn bewegt.“

Aber leider gibt es auch einen Wermutstropfen für die weitere Verbesserung des Taktes auf dieser Strecke: Die Pläne für einen avisierten Halbstundentakt zu den Stoßzeiten an jedem Haltepunkt sind faktisch eingestellt. Das haben die Grünen in der letzten nph-Verbandsversammlung erfahren. Der wechselnde Halt in Sennelager und Schloss Neuhaus bleibt bestehen. Kerstin Haarmann: „Das ist eine schwere Enttäuschung! Die Sennebahn hat in den letzten Jahren viele neue Fahrgäste hinzugewonnen. Die Züge werden gut genutzt, da gibt es offensichtlich auch noch weiteren Bedarf.“ Bislang habe die Hoffnung bestanden, dass der eingespielte Fahrplan einige Minuten Reserve biete, um beim Halbstundentakt sowohl in Schloss Neuhaus als auch in Sennelager zu halten. Es wurde jedoch festgestellt, dass dies aufgrund der Eingleisigkeit der Strecke nicht möglich ist. Die entgegenkommenden Züge können nicht warten, da sie ihren Fahrplan einhalten müssen. Auch ein zweispuriger Ausbau der Sennebahn sei in der Verbandsversammlung als „nicht realistisch“ bezeichnet worden.

Die Grünen in der Verbandsversammlung rufen vor diesem Hintergrund die Planer beim NWL und bei der Bahn auf, den weiteren Ausbau der Sennebahn offensiv zu betreiben: „Die Nachfrage nach mehr öffentlichen Nahverkehr besteht. Diese Nachfrage muss auch bedient werden!“

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