„Einer der gefährlichsten Plätze der Welt“ – Frauenrechte und Lebenrealitäten in Afghanistan

Mit einer dreiteiligen Themenreihe beleuchten Grüne Frauen die Situation in Afghanistan und richten den Fokus auf die Lebensrealität, Frauenrechte und die Debatte um Abschiebungen in das Kriegsgebiet.

„Afghanistan ist immer noch einer der gefährlichsten Plätze der Welt für Frauen“, weiß Najala Zamani. Die ehemalige Pressesprecherin für das afghanische Frauenministerium in Kabul schildert am Mittwoch, 31. Mai, ab 19 Uhr im Café Röhren (Mühlenstraße 10) die Auseinandersetzungen um „Frauenrechte in Afghanistan“. Zamani berichtet über die aktuelle Lebenssituation in Afghanistan und darüber, wie strukturelle Gewalt den Alltag von Frauen bestimmt. Gemeinsam mit der grünen Kreisvorsitzenden Norika Creuzmann diskutieren die Teilnehmer über die aktuelle Asyl- und Abschiebesituation.

Am 7. Juni um 20.00 Uhr wird im Café Röhren der Dokumentarfilm „Traumfabrik Kabul“ gezeigt. Sebastian Heidingers Film begleitet Saba Sahar – die erste Frau, die in Afghanistan eine offizielle Zulassung als Filmproduzentin erhielt. Die zielstrebige, junge Frau ist außerdem Polizistin und Schauspielerin. Konsequent verfolgt sie ihr Anliegen, die Rolle der Frau in einem von Männern dominierten Land durch ihre aufklärerischen und zugleich unterhaltsamen Filme zu verbessern.

Fortgeführt wird die Reihe am 14. Juni 19:00 Uhr durch Maria Zemp, Traumaberaterin bei Medica Mondiale. Die erfahrene Therapeutin hat in psychosozialen Beratungsprojekten (Traumazentren) in Kabul gearbeitet und dort Mitarbeiterinnen vor Ort sowie medizinisches Personal in staatlichen Krankenhäusern geschult. Diese Runde findet im KIM-Forum, Detmolder Straße 21 statt.

Initiatoren der Themenreihe sind die Grünen Frauen Paderborn, die alle interessierten Frauen und Männer einladen. Die Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit dem Grünen Salon der Heinrich Böll Stiftung NRW, dem Gender- und Frauenprojektbereich Mia an der Universität Paderborn und der Evangelischen Studierendengemeinde Paderborn statt.

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