Zwischen Wünschen, Hoffnungen und Realität – ‘Istanbul Konvention’ und Integration beim PB-Weltfrauentag

Die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern: Ein kleiner Schritt für einen Mann – ein großer Schritt für die Menschen. Die Selbstverständlichkeit dieser gewaltfreien Gleichordnung sollte für jedermann und jederfrau Grundvoraussetzung sein. Ein Umstand, der allerdings global, aber auch lokal nicht immer gegeben ist.

Zum Auftakt des Internationalen Weltfrauentages (weltweit am 8. März, in Paderborn am 3. März) informieren die Grünen Frauen bereits an diesem Samstag vor dem Rathaus über die „Istanbuler Konvention“.

Die Konvention ist ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt. Am 1. Februar 2018 ist die Konvention in der Bundesrepublik in Kraft getreten, mehr als drei Jahre nach ihrer Verabschiedung.

Laut Abkommen soll es für alle betroffenen Frauen gut erreichbare und angemessen ausgestattete Hilfseinrichtungen geben. „Es fehlt an Zufluchtsplätzen und die bestehenden Einrichtungen sind nicht langfristig gesichert“, erläutert die grüne Kreisvorsitzende Norika Creuzmann.  „Bei der Finanzierung brauchen einen abgesicherten Dreiklang von Bund. Land und Kommune“.

‘Zwischen Integration und Ablehnung’ so lautet der Titel der Veranstaltung, die am Mittwoch, den 7. März um 19:00 Uhr im Café Röhren stattfindet. Schon in den vergangenen zwei Jahren haben sich die grünen Frauen rund um den internationalen Frauentag mit der Situation von geflüchteten Frauen beschäftigt. Informationen über Fluchtursachen, -wege und das Ankommen in Europa standen im Vordergrund. Auf dem Bild das Treffen mit der ehemaligen Pressesprecherin der afghanischen Frauenministerin Najala Zamani.

„In diesem Jahr wollen wir wissen, wie es mit der Situation geflüchteter Frauen in Paderborn aussieht“ erläutert Susanne Schüssler, grüne Ratsfrau, „Dazu haben wir Unterstützerinnen und Betroffene befragt und für die unsere Veranstaltung gewinnen können.“ Judith Herbe, Rechtsanwältin und Mitarbeiterin im Flüchtlingsrat wird auf Auswirkungen der aktuellen Rechtslage eingehen. Die Flüchtlingsberaterin bei der Caritas-Beratungsstelle MiCado Gisela Weitekamp berichtet von Veränderungen und neuen Herausforderungen in der Beratungssituation.  Aus dem Bereich Beschäftigung, berufliche Qualifikation und Sprachförderung schildert Magarete Schwede Mitglied im Vorstand von In Via Paderborn e.V. Erfahrungen mit Betroffenen und Finanziers.

Vor allem sollen geflüchtete Frauen selbst zu Wort kommen. Eingeladen sind Frauen aus dem Iran, Armenien und Afghanistan, die über Wünsche, Hoffnungen und der Wirklichkeit berichten werden. Die Veranstaltung wird moderiert von Carmen Behrens. Der Eintritt ist frei.

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