Fairtrade-town: Grüne fragen nach fairer Beschaffung

Bereits seit 2012 ist Paderborn „Fairtrade-Town“. Nach der ersten erfolgreichen Auszeichnung vor vier Jahren steht nun die turnusmäßige Rezertifierung an. Vor diesem Hintergrund fragt die grüne Ratsfraktion nach der Umsetzung der damals vorgestellten Ideen und Aufgaben.

 „Den letzten Bericht dazu hat die Verwaltung im März 2015 vorgelegt und ihre weiteren Planungen vorgestellt. Was ist aus diesen Vorhaben geworden?“, fragt Fraktionssprecherin Petra Tebbe. Durch die Anfrage wolle die Fraktion nun erfahren, was aus den damals präsentierten Vorhaben geworden sei. „Wie steht es zum Beispiel mit der Neuauflage des digitalen Einkaufsführers oder dem Paderborner Fairtrade Produkt?“ Die Grünen wollen genau wissen, was die tatsächlich umgesetzten Maßnahmen gebracht haben, warum bestimmte Ideen nicht weiter verfolgt wurden und ob es darüber hinaus weitere Projekte gab.

Besonders wichtig ist den Grünen dabei der Schwerpunkt „Faire Beschaffung“. „Hat die Stadt die von der christlichen Initiative Romero e.V. unterstützte Kampagne „Für faire Dienstbekleidung in Kommunen“ aufgegriffen und weiter verfolgt?“ Die Grünen wollen von der Verwaltung wissen, wie diese die faire Beschaffung von Dienstkleidung beurteilt. Als Beispiel verweist Petra Tebbe auf die Stadt Dortmund, die das vorbildlich praktiziert.

Die Stadt Paderborn hat eine ganze Reihe von Möglichkeiten des fairen Einkaufs – vom Kaffee oder Obstsaft in den Kantinen bis hin zur Dienstkleidung. Der sachkundige Bürger Uli Pietsch meint dazu: „Wir finden, Paderborn sollte den Fairtrade-Town-Status nicht nur marketingmäßig nutzen, sondern auch praktisch mit gutem Beispiel vorangehen.“

 

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