Wie lange bleibt die Senne ein Truppenübungsplatz?

Die weitere militärische Nutzung der Senne bedeutet vorerst keinen Nationalpark. Die Unterschriftenaktion der Naturschutzverbände und die EMNID-Studie beweisen, dass die Bevölkerung einen Nationalpark befürwortet. Zwei Drittel der Befragten für die EMNID-Studie aus OWL und sogar 85% der Bevölkerung in NRW befürworten den Nationalpark in der Senne.

Auch Fritz Buhr, Sprecher der Umweltverbände in Paderborn, setzte sich stark für diesen ein. Er überreichte die insgesamt 15 000 Einwendungen dem Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Im Anschluss sammelten sich rund um einen grünen Frosch, dem Maskottchen von Progrün, verschiedene Vertretern der Naturschutzverbände und grüne Landtagsabgeordnete vor dem NRW-Parlament.

Fritz Buhr bezeichnete die weitere militärische Nutzung als einen „ganz schlechten Deal“. In der Tat haben wir haben eine große Chance verpasst!

War jetzt alles umsonst? Nein!

Die 200 Briten, die in der Senne stationiert bleiben, werden weiterhin den Naturraum pflegen, schützen und somit die Biodiversität der Senne erhalten. Auf der anderen Seite kann man durch die Nutzung der Senne als Aus- und Fortbildungsplatz für die NATO aus verschiedenen Ländern einen zunehmenden Übungsbetrieb prognostizieren und damit auch höhere Lärmemissionen für Einwohner. Wir stellen uns die Frage ob die Biologische Station weiterhin ihre Arbeit wie gewohnt ausführen kann, um die Natur der Senne zu schützen. Wie genau halten die Briten ihr Versprechen den Naturraum dort zu pflegen?

Die Senne bleibt also erhalten, aber für wie lange bleibt der Truppenübungsplatz? Es ist nicht festgelegt, wie lange die Briten den Truppenübungsplatz nutzen werden. Niemand kann sagen, wie es in 10 Jahren dort aussieht. Dabei ist die Antwort auf die Frage doch ganz einfach. Die Senne wird ein Nationalpark!

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