Riemeke auf Rad – Grüne fordern: Infrastruktur muss deutlich verbessert werden

Eine deutliche Verbesserung der Radinfrastruktur im Riemekeviertel fordern die Grünen in einem Antragspaket an den Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt (BPU). Beim Stadtradeln im Sommer waren die Fraktionsmitglieder gemeinsam mit Bürgern, ADFC-Vertretern und dem Rad-Beauftragten der Stadt durch das Riemeke-Viertel gefahren und hatten dabei Kritikpunkte und Verbesserungsideen gesammelt. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass es im Riemeke zahlreiche Hindernisse und Gefahrenpunkte gibt, die das Radfahren erschweren“, berichtet das grüne Ausschuss-Mitglied Claus Jürgen Wagner (Bildmitte). 

„Hotspots“ seien unter anderem die Kreuzungen Imadstraße/Ferdinandstraße, Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Erzbergerstraße, Elsenerstraße/Erzbergerstraße sowie die Wegeführung von der Ecke Riemekestraße/Florianstraße zum Westerntor. „Der Radweg ist nicht eindeutig ausgeschildert und die Querung des Parkplatzes vor der Herz-Jesu Kirche birgt Gefahren. Außerdem fehlt eine Bordsteinabsenkung auf die Fahrradaufstellfläche an der Kreuzung Florianstraße/Bahnhofstraße“, erklärt Wagner. 

Darüber hinaus sei die Situation an der gesamten Rathenaustraße nicht zufriedenstellend und oft sogar gefährlich. „An dieser wichtigen Querverbindung zwischen Padersteinweg und Bahnhofstraße bergen die vielen parkenden Autos und der Autoverkehr für Radfahrer eine erhöhtes Unfallrisiko“, so Fraktionssprecherin Petra Tebbe, die im Riemeke wohnt und täglich mit dem Rad ihre Erfahrungen macht. „Hier könnten Schutzstreifen oder ein abgetrennter Zweirichtungsradstreifen eine Lösung sein.“ Erheblicher Verbesserungsbedarf bestehe besonders an den Kreuzungen mit Neuhäuserstraße, Giefersstraße und Theodor-Heuss-Straße. „Da haben wir eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen gemacht.“

„Politik und Verwaltung haben erklärt, dass sie das Radfahren in Paderborn attraktiver machen wollen, damit mehr Bürgerinnen und Bürger für kurze Distanzen das Rad benutzen“, betont Petra Tebbe. „So könnte der motorisierte Kurzstreckenverkehr reduziert und der Stickoxid-Ausstoß verringert werden.“ Deshalb fordern die Grünen nun einen konkreten Maßnahmenkatalog, der das Radfahren im Riemeke sicherer macht sowie eine zügige Anbindung an Bahnhof und Innenstadt gewährleistet. Details zu Gefahrenpunkten und konkreten Vorschlägen unter www.padergruen.de

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