Bietet Hövelhof bald Flüchtlingen aus Seenot einen sicheren Hafen? – Grüne legen Antrag vor

Nachdem sich eine Reihe von Städten und Gemeinden dazu entschlossen haben, schiffbrüchige Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen, legen nun auch die Hövelhofer Grünen einen entsprechenden Antrag vor. „Im Mittelmeer erleiden nahezu täglich Menschen Schiffbruch. Allerdings wird seit Monaten den rettenden Schiffen häufig das Anlegen in europäischen Häfen verboten, sollte nicht im Vorfeld klar sein, welche Länder die Geretteten aufnehmen“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Juliane Brauckmann. Nach Ansicht der Grünen ist dies ein unhaltbarer Zustand.

„Nach Bad Lippspringe soll nun auch Hövelhof ein weiteres Zeichen der Hilfsbereitschaft setzen“, sagt Brauckmann. „Die Gemeinde Hövelhof soll sich mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Merkel wenden und sich ähnlichen Hilfszusagen anderer Kommunen anschließen. Seit Wochen finden in zahlreichen europäischen Ländern Demonstrationen und Kundgebungen statt, die sich für eine humanere Flüchtlingspolitik und gegen die Kriminalisierung der zivilen Seenotretter*innen einsetzen.“ 

Fraktionsmitglied Jörg Schlüter ergänzt: „Wir unterstützen unseren Bürgermeister in der Meinung, dass die Zuweisung auf europäischer und nationaler Ebene zu regeln ist. Im Gegensatz zu Herrn Berens folgt für uns daraus aber nicht die Tatenlosigkeit, sondern die humanitäre Aktion. Gerade in einer Zeit, in der Inhumanität und Abschottung in fast allen europäischen Ländern zunehmen und das Leid der Geflüchteten immer weniger Beachtung findet, sind solche deutlichen Zeichen der Menschlichkeit von großer Bedeutung.“

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