Bessere Radwege, Lückenschlüsse und Mindestabstände – Grüne wollen 250.000 in Radinfrastruktur investieren

Mit einem Antragspaket für den Haushalt 2019 will die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen die Radinfrastruktur in Paderborn deutlich verbessern. Dafür fordert sie unter Anderem zusätzliche Mittel in Höhe von 250.000 Euro, mit denen Lücken im Radwegenetz geschlossen und bestehende Radwege verbessert werden sollen. „Im Radwegenetz in Paderborn klaffen immer noch deutliche Lücken“, erklärt das grüne Ratsmitglied Claus-Jürgen Wagner. „Das gilt besonders für die Verbindungen von der Kernstadt zu den Ortsteilen sowie der Ortsteile untereinander.“ Darüber hinaus entsprächen viele Radwege nur gerade eben den Mindestvoraussetzungen. „Hier wollen wir eine sukzessive Verbesserung erreichen“, so Wagner. „Deshalb sollen die Mittel in dieser Höhe auch in den nächsten Jahren bereitgestellt und je nach Bedarf erhöht werden.“

Außerdem fordern die Grünen, dass geprüft wird, wie sich auf der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Westerntor ein baulich getrennter Radweg realisieren lässt. „Die derzeitige Radwegführung an der Bahnhofstraße ist unbefriedigend, weil sie nicht eindeutig und von zwei gefahrenträchtigen Wechseln zwischen Radweg und Fahrbahn geprägt ist“, so Stefan Schwan, der die Grünen im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt (BPU) vertritt. „Wir sehen bei der Breite von Gehweg und Straße auf jeden Fall Spielraum für einen baulich getrennten Radweg auf dieser wichtigen Verbindung.“

Darüber hinaus will die grüne Ratsfraktion überall da, wo der Radverkehr auf die Fahrbahn verlagert ist, mit Schildern auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 beim Überholen hinweisen. „Immer wieder erleben Radfahrer, dass sie auf der Straße unangenehm und gefährlich eng überholt werden“, weiß Schwan auch aus eigener Erfahrung. Vielen Autofahrern sei dabei gar nicht bewusst, dass sie einen bestimmten Abstand einhalten müssten. „Mit unseren Anträgen wollen wir die Situation für Radfahrer in Paderborn insgesamt verbessern und das Rad als Alternative zum Auto attraktiver machen.“

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